29.03.2019 - 14:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Willkommen in drei Sprachen: Eine Frage der Kosten

Der Kulturbeirat steht der Idee grundsätzlich positiv gegenüber: Ein Willkommensgruß in Deutsch, Englisch und Tschechisch soll Gäste an den sechs Einfallstraßen begrüßen. Am besten digital. Das könnte jedoch an der Finanzfrage scheitern.

An fünf Einfallstraßen in die Stadt weisen bereits Schilder auf die Weidener Städtepartnerschaften hin. Um künftig auch Besucher willkommen zu heißen, will der Kulturbeirat nun ausloten lassen, wie teuer die Anschaffung von digitalen Hinweisschildern kommt.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Womöglich werden die Gäste der Stadt künftig an den Einfallstraßen digitial mit den Worten "Herzlich Willkommen" auf Deutsch, Englisch und Tschechisch begrüßt. Zumindest an einigen Tagen im Monat, an den anderen Tagen könnte man dafür auf das Volksfest, den Christkindlmarkt oder andere Veranstaltungen hinweisen. Diese Idee kam im Kultur- und Tourismusbeirat auf. Die Frage der Kosten spielt hier aber keine unerhebliche Rolle.

Angestoßen wurde die Diskussion durch eine Anfrage von Stadtrat Rainer Sindersberger von den Freien Wählern. Er hatte auf Anregung einiger Bürger nachgehakt, ob Weiden nicht auch - wie andere Städte - Willkommensschilder aufstellen möchte und wie hoch die Kosten dafür sind (wir berichteten).

Die Frage der Kosten hatte Petra Vorsatz, Leiterin des Amts für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus bereits abgeklärt. Sechs herkömmliche Schilder an den Einfallstraßen kämen demnach auf rund 13 000 Euro. Für die Befestigung kämen noch mindestens 2000 Euro dazu. Sie warnte angesichts der saisonalen Hinweisschilder allerdings: "Das ist fast schon inflationär." Eine Alternative wäre es eventuell, das dreisprachige Willkommen auf den Partnerschaftsschildern unterzubringen, meinte sie. Fünf davon stehen bisher an den Ortseinfahrten aus Richtung Neustadt, Vohenstrauß, Cham, Pressath und Luhe.

Ein Willkommen auf Deutsch, Englisch und Tschechisch - diesen Gedanken hatte Bürgermeister Lothar Höher als Sitzungsleiter eingebracht, der wusste: "Unsere tschechischen Gäste sind dafür sehr empfänglich." Noch besser wären digitale Hinweisschilder, bei denen sich die Texte variieren lassen, meinte Andrea Schild-Janker vom Stadtmarketing. Weil die Kosten dafür ziemlich hoch seien, überlege sie derzeit gemeinsam mit Roswitha Ruidisch von der Stabstelle für Stadtentwicklung im Rathaus, ob sich die Anschaffung gemeinsam stemmen lasse.

Eine Idee, die allgemein ankam. So ließe sich mal das Frühlingsfest bewerben, ein andermal wieder das Willkommen einblenden. Die Verwaltung soll deshalb den finanziellen Aufwand für digitale Hinweisschilder an den sechs Einfallstraßen ermitteln. Dann will sich das Gremium erneut mit dem Thema befassen.

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