01.12.2019 - 11:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Willkommensgruß für Neubürger

Auch denjenigen, die nicht zum Neubürgertag gekommen sind, soll das Signal gelten: Die Stadt Weiden kümmert sich um ihre neuen Einwohner.

von Siegfried BühnerProfil

„Willkommen in Weiden“ rief Oberbürgermeister Kurt Seggewiß den rund 140 Frauen Männer und Kindern zu, die zum Neubürgertag der Stadt Weiden ins Neue Rathaus gekommen waren. Weiden sei eine bunte Stadt, 105 Nationalitäten aus der ganzen Welt würden hier wohnen, stellte der Oberbürgermeister fest. „Die Mischung macht's“, ergänzte er, denn 25 Prozent der Einwohner hätten einen Migrationshintergrund.

Und Seggewiß betonte auch, dass die Zahl der Zuzüge Jahr für Jahr höher als die der Weggezogenen sei. Deshalb habe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Einwohnerzahl auf rund 45000 zugenommen, rechnete der Oberbürgermeister vor. Immer wieder hätte es in Weiden Zuzugswellen gegeben. Zuerst im Zuge des Aufbaus der Porzellanindustrie, dann durch die Vertriebenen und schließlich durch die Flüchtlinge.

Sieben Mal Konfession gewechselt

Mit einem knapp zweistündigen Programm wurden die Neubürger begrüßt. Bildungskoordinator Kevin Fischer hatte es organisiert. Stabsstellenleiterin Roswitha Ruidisch moderierte. Zwischen den einzelnen Wortbeiträgen musizierten Gruppen der Franz-Grothe-Musikschule, darunter auch die jüngsten Musikschüler in der Gruppe „Hot Five“.

Über „778 Jahre Geschichte der Stadt Weiden“ berichtete im Vortrag und an einem Informationsstand Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz. Unter anderem wurde gezeigt, dass die Altstadt vor Jahrhunderten bereits die heute noch immer bestehende Grundstruktur aufwies und dass in der Nachreformationszeit Weiden sieben Mal die Konfession gewechselt hat. Der Vortrag endete mit dem Bild des US-Soldaten, der nach der Befreiung Weidens durch die US-Armee am Eingang der Josefskirche kniet und Gott für den Frieden dankt.

Warum Entscheidung für Weiden?

Vorgestellt wurde auch eine Befragung unter den Neubürgern nach ihren Motiven für den Zuzug nach Weiden. Als wichtigste Motive wurden von jeweils rund 30 Prozent „Berufliche Gründe und Studium“ sowie „Private Gründe und Familie genannt“. Abgeschlossen wurde der Neubürgertag mit der Einladung zum gemeinsamen Besuch des Christkindlmarktes. Der Neubürgertag wurde in diesem Jahr zum vierten Mal durchgeführt. Die Idee dazu war im Rahmen der Erstellung des Zukunftskonzepts der Stadt Weiden entstanden.

Hintergrund:

Das macht Weiden aus

Alles, was in den ersten Monaten nach dem Zuzug nach Weiden wichtig ist, konnten die Neubürger an Informationsständen erfahren. Überall gab es Informationsschriften und Broschüren. Mit dabei waren Maria-Seltmann-Haus, Musikschule, Regionalbibliothek, OTH, VHS, Stadtbus Wies, Bündnis für Familie, Bildungsträger gfi, Integrationsbeirat, Integrationslotse, Arbeit und Leben, Sportbeirat und Stadtjugendring.

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