Weiden in der Oberpfalz
25.10.2020 - 14:53 Uhr

Zeichen gegen "Querdenker" in Weiden: "Helden tragen Masken"

Die Kundgebung der Maskengegner halten sie für unverantwortlich. Die Befürworter der Maskenpflicht setzen lieber auf Understatement – und eine klare Botschaft.

Verteidiger der Maskenpflicht: (von links) Sabine Zeidler, Manfred Weiß, Veit Wagner und Herbert Schmid setzen ein Zeichen gegen Kundgebungen, "die von außen in diese Stadt getragen werden". Bild: Peter Klein
Verteidiger der Maskenpflicht: (von links) Sabine Zeidler, Manfred Weiß, Veit Wagner und Herbert Schmid setzen ein Zeichen gegen Kundgebungen, "die von außen in diese Stadt getragen werden".

Aus "Verantwortung und Vernunft" hat das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte (OBTM) nach eigenem Bekunden die geplanten Gegenkundgebungen zur "Querdenker"-Demo abgesagt. Weiden sei "zurzeit mehr als extrem belastet". Stattdessen setzten die Mitstreiter am Samstag nur kleine Gegenakzente – so mit einem Informationsstand in der Kurt-Schumacher-Anlage, zu dem die Initiative "Arbeit und Leben" und das Bündnis "Weiden ist bunt" luden. Motto: "Helden tragen Masken". Zudem warben unter anderem Sabine Zeidler, Manfred Weiß, Veit Wagner und Herbert Schmid für die Netz-Kampagne #wirzeigenmaske.

Die Mitglieder verurteilten die Aktion von "Querdenken" als äußerst unverantwortlich und gefährlich, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiatoren. "Diese Querdenker greifen die Ängste und die Unbekümmertheit mancher Bürger auf und tun so, als gäbe es keine Pandemie, als hätten nur sie bessere Lösungen in der Hand." Sie erlaubten rechten Kräften, bei ihren Kundgebungen mitzumachen, und riefen nach einer neuen Verfassung. Die Mitglieder des Bündnisses OBTM erkennen darin die "Sichtweise einer Minderheit" und nehmen für sich in Anspruch, für die große und schweigende Mehrheit all derer zu sprechen, die mit Maske und Vernunft "solche Tandaradei-Demonstrationen" ablehnen.

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