Um den in Weiden angekommenen Geflüchteten aus der Ukraine das Leben im Alltag zu erleichtern, bietet Günter Reiß im Rahmen einer privaten Initiative Kurse zum Erlernen der deutschen Sprache an. "Die Kurse sind als Ergänzung anzusehen für die Geflüchteten, die nicht an den Kursen der Volkshochschule oder Kolping teilnehmen können", erklärte er im Handwerkerhaus, wo der Unterricht stattfindet. "Sei es aus Mangel an Kapazität, fehlender Kinderbetreuung oder Arbeitszeiten."
"Das Besondere: Für den Vormittagskurs wird eine Kinderbetreuung für Kinder bis zehn Jahren angeboten von einer ausgebildeten Erzieherin." Die alleinerziehenden Mütter hätten sonst keine Chance auf einen Sprachkurs, begründete Reiß das Zusatzangebot, "weil es in Weiden nach wie vor ein großes Defizit an Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter gibt." Der dreimonatige Unterricht werde geleitet von professionellen Lehrkräften, die teilweise selbst Geflüchtete seien und an Schulen unterrichteten. Seit Mitte August veranstalte seine Initiative zweistündige Kurse, jeweils morgens und abends, mit insgesamt 40 begeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, erklärte Reiß.
Die Finanzierung der Kurse und des Lehrmaterials würden möglich gemacht durch großzügige Spenden. Am Donnerstag dankte Reiß dem Geschäftsleiter der Firma "G.U.T. Kreiner + Lindner", Georg Kreiner, und der Vorstandschaft des Service-Clubs Inner Wheel Weiden-Oberpfalz für die Zuwendung von insgesamt 6000 Euro.
Die modernen Unterrichtsräume im Handwerkerhaus habe die Stadt Weiden auf Initiative von Christian Meiler und der Handwerkskammer Weiden hin ermöglicht. Alle Kurse seien ausgebucht. Um einen effektiven Unterricht zu ermöglichen, würden maximal 20 Personen in einer Klasse unterrichtet. "Es wurden auch Whatsapp-Gruppen gegründet, zwischen denen ein reger Austausch stattfindet." Neben Georg Kreiner informierten sich auch die Mitglieder des Inner-Wheel-Hilfswerks, Vorsitzende Simone Schaller, Präsidentin Iris Müller und Past-Präsidentin Anna Preuß über das Projekt. Über den Besuch freute sich Lehrerin Tetjana Larionova.













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