„Starry, starry night“: Wenn Don McLean in seinem Song „Vincent“ den Maler Vincent van Gogh besingt, liegt ein Hauch südfranzösischer Nacht in der Luft. In der Aula der Volkshochschule Weiden klingt dieser Sternenhimmel am Dienstagabend etwas anders. Weicher, wärmer, oberpfälzisch. Christoph Baierl nimmt sein Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Jahrzehnte der Popmusik.
Rund 150 Zuhörer sind gekommen, einige müssen sogar draußen im Freien stehen und bei geöffneter Tür lauschen. Der Tenor aus der Region, bekannt aus der BR-Sendung „Brettl-Spitzen“, verbindet klassische Stimmbildung mit großer Nähe zum Publikum. „Singen ist wie Gulasch. Aufgewärmt wird’s immer besser“, sagt Baierl augenzwinkernd. Und tatsächlich: Seine Interpretationen gewinnen Tiefe, entwickeln sich, tragen.
Begleitet von Hans-Joachim Grajer am Piano und David Drechsel am Schlagwerk spannt Baierl den Bogen weit: von Leonard Cohen über Eric Clapton bis zu Andreas Bourani. Auch „When You Say Nothing at All“ von Ronan Keating fehlt nicht, ebenso wenig wie das finale „What a Wonderful World“. Die Mischung aus Gefühl, Stimme und Nähe trägt den Abend. Mitveranstaltet wurde der Abend von Kaffeerösterei & Café Edelweiss.
Dabei stand nicht nur die Musik im Mittelpunkt. Der Eintritt war frei, die Spenden gehen an den „Lichtblicke e. V.“. Der Verein wurde 1994 von Martin Staffe aus der Neustädter Redaktion von Oberpfalz-Medien gegründet und hilft seither unbürokratisch Menschen in der Region, wenn andere Hilfen nicht greifen. Das funktioniert ehrenamtlich, direkt und ohne Abzüge. Familien, Alleinerziehende, Kranke: Hilfe kommt dort an, wo sie gebraucht wird.
„Jeder soll geben, was ihm möglich ist“, sagt Baierl, der an der VHS auch als Dozent arbeitet. Der Applaus am Ende ist lang. Ein Zeichen, dass Musik und Mitgefühl an diesem Abend zusammengefunden haben. Baierls Dank geht an Viola Vogelsang-Reichl (Oberpfalz-Medien) und Dagmar Bock (VHS).
















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