20.11.2019 - 18:08 Uhr
Weidenthal bei GuteneckOberpfalz

Heilige verbinden die Europäer

„Ich bin Europa – und du auch“ lautet das Jahresmotto der Landvolkbewegung. Pfarrer Udo Klösel stellt es in der Jahreshauptversammlung der KLB Weidenthal vor.

Bürgermeister Hans Wilhelm (links) sowie die Vorstandsmitglieder Johanna Baumann (Zweite von links) und Monika Schwandtner (rechts) übergaben Landvolkpfarrer Udo Klösel einen Scheck über 500 Euro.
von Externer BeitragProfil

Bei der Jahreshauptversammlung wurde von vielen Aktionen berichtet. Die Vereinsformalitäten konnten problemlos abgehandelt werden. Dann präsentierte Pfarrer Udo Klösel das Jahresthema. Seit 70 Jahren herrsche Frieden im geeinten Europa, so lange, wie seit Jahrhunderten nicht. Die Versöhnung der früheren Feinde Frankreich und Deutschland ruhe auf dem Fundament christlicher Werte. Die Einigung Europas sei ein hohes Gut mit vielen Vorteilen für Wirtschaft, aber auch Reisefreiheit und Erleichterung für Ausbildung und Arbeitstätigkeit im Ausland, schickte Klösel voraus. Derzeit schwächle die Einheit Europas, der Eindruck entstehe, dass die Länderchefs gegeneinander kämpfen, das Thema Brexit sei allgegenwärtig.

Als Pilgerrouten bekannt

Klösel berichtete über Europa als "Ein Kontinent im Spiegel seiner Heiligen". Seiner Meinung nach basiert das Fundament des Christentums auf den Heiligen Europas. "Mit Petrus und Paulus kam der christliche Glaube erstmals nach Europa. Bekannte Heilige wie Martin oder Nikolaus werden auf dem ganzen Kontinent verehrt." Jakobus habe bereits im Mittelalter die Europäer verbunden, die modernen Jakobswege seien schon vor Jahrhunderten als Pilgerrouten bekannt gewesen. Dyonisius von Paris zähle zu den 14 Nothelfern und Lucia werde als Lichtbringerin besonders im Norden gefeiert. Franz von Assisi spreche auch heute viele junge Menschen an.

Die Wege nachgezeichnet

Auf der Landkarte zeichnete Pfarrer Klösel viele Wege nach und beschrieb Herkunft und Wirkungsort der Heiligen. Nach der Völkerwanderung hätten etliche Missionare den christlichen Glauben von den englischen Inseln herübergebracht. Darauf deute auch das "Schottenkloster" in Regensburg hin. Bekannte Missionare seien Kolumban, Kilian oder Marinus. Korbinian sei in Freising bestattet, die Gebeine von Willibald und Walburga ruhen in Eichstätt und Emmeram in Regensburg. Er zähle ebenso wie der spätere Bischof Wolfgang, Erhard und Albertus Magnus zu den Patronen des Bistums Regensburg. Bekannt seien auch Bonifatius, Apostel der Deutschen genannt, der Portugiese Antonius von Padua oder Nepomuk, der oft auf Brücken dargestellt ist und Bayern und Böhmen verbindet. Ein großer Friedensheiliger in Europa sei Klaus von Flühe, der sich immer für ein Miteinander eingesetzt habe und gleichzeitig als Patron des Landvolks verehrt werden. Zu den sechs offiziellen Patronen Europas zählt der Landvolkpfarrer Benedikt, Kyriod, Method, Birgitta von Schweden, Katharina von Siena und Edith Stein. Und ganz besondere Verehrung finde Maria in ganz Europa. In Lourdes, Fatima oder Loreto befänden sich große Wallfahrtsorte. Ihr Symbol, zwölf goldene Sterne auf blauem Grund, seien auch für die Gestaltung der europäischen Fahne gewählt worden. Damit werde die Einheit und die christliche Prägung des Kontinents verdeutlicht.

Nach dem Vortrag überreichten die Vorstandsmitglieder Johanna Baumann und Monika Schwandtner einen Scheck über 500 Euro an Pfarrer Klösel für das Bienenprojekt der KLB in Senegal.

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