22.12.2019 - 14:39 Uhr
WeidingOberpfalz

Ärger wegen Tieren im Weidinger Friedhof

Wie schützt man Grabstellen vor streunenden Tieren? Der Weidinger Gemeinderat hat dazu eine andere Ansicht als die Staatskanzlei in München.

Wildtiere und Katzen sind auf dem Friedhof immer wieder unterwegs – sehr zum Ärger der Grabbesitzer, die über die Zerstörung von Blumen und Pflanzen klagen.
von Ludwig HöcherlProfil

In wenigen Minuten war der öffentliche Teil der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres beendet. Der Vorschlag von Bürgermeister Manfred Dirscherl, für die Kommunalwahlen Josef Ebenhöch zum Gemeindewahlleiter und Willibald Wirnshofer zu dessen Stellvertreter zu bestimmen, wurde von allen bestätigt. Keine Einwände gab es ebenfalls zum Protokolls über die Sitzung des Gremiums vom 22. Oktober, genauso wie zum Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Garage im Baugebiet am Wiesenhang.

Unter "Informationen" gab der Bürgermeister bekannt, dass ohne nennenswerte Mängel die Abnahme der Kläranlage erfolgt ist. Ein Fehlerstrom-Schutzschalter wird noch eingebaut.

Weiter brachte Manfred Dirscherl die bekannten Klagen wegen der Zerstörung von Blumenschmuck an Gräbern, wenn Tiere auf dem Friedhof unterwegs sind, in Erinnerung. Trotz dem Verständnis aller über den Ärger der Grabbesitzer brachte eine Information des Bürgermeisters die Anwesenden zum Schmunzeln. Es landete nämlich die Beschwerde eines Grabeigentümers sogar beim bayerischen Ministerpräsident, von München aus wurde wiederum das Landratsamt Schwandorf darüber informiert. Die Errichtung einer für Gottesäcker notwendigen Einfriedung sahen alle am Ratstisch für wenig zielführend, würden sich doch Tiere irgendwie immer einen Zugang verschaffen.

Ob die Kosten für eine Einfriedung bei einem fraglichen Erfolg gerechtfertigt sind, sei offen. Die Problematik und deren Lösung werde mit den Grabbesitzern, von denen viele auch außerhalb der Gemeinde ihren Wohnsitz haben, diskutiert.

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