10.11.2019 - 16:02 Uhr
WeidingOberpfalz

Im Dienst für die Heimat

32 Jahre lang lenkte Hans Wirnshofer die Geschicke der Gemeinde Weiding. Bei der Beerdigung zeigt sich, wie verwurzelt der Altbürgermeister in das öffentliche Leben war und mit welchem Engagement er sich für seine Heimat eingesetzt hat.

Eine große Trauergemeinde geleitete Weidings Altbürgermeister und Ehrenbürger an seine letzte Ruhestätte.
von Ludwig HöcherlProfil

Beim Trauergottesdienst für Hans Wirnshofer hob Pfarrer Wolfgang Dietz, der mit den Priestern BGR Michael Reitinger, Jan-Adrian Lata und Diakon Hans Winter die heilige Messe feierte, den Sinn des Festtags Allerheiligen hervor. An diesem Tag sei die Familie des Verstorbenen auf schmerzhafte Weise mit dem Tod konfrontiert worden. Pfarrer Dietz betonte in Erinnerung an Hans Wirnshofer dessen sozial, kirchlich und politisch engagiertes Leben, das er aus tiefem Glauben heraus gestaltete.

Zum Ehrenbürger ernannt

Bürgermeister Manfred Dirscherl erinnerte in seiner Trauerrede an die freundliche und verständnisvolle Art Wirnshofers, für die er geschätzt wurde. Traditionsbewusst hielt dieser alte Werte in Ehren. Er erkannte aber die Zeichen der Zeit und stellte als Bürgermeister von 1982 bis 2014 die Weichen in der Gemeinde. Dirscherl erwähnte dabei Maßnahmen und Projekte, die unter der Ära Wirnshofers begonnen und abgeschlossen wurden. Bei Entscheidungen ließ er das Wohl der Bürger nicht außer acht. Diese Leistungen würdigte die Gemeinde mit der Ernennung zum Altbürgermeister und der Verleihung der Ehrenbürgerwürde.

Stellvertretend für VG-Vorsitzende Birgit Höcherl erwähnte das Weidinger Gemeindeoberhaupt das Engagement des Verstorbenen in der Verwaltungsgemeinschaft Schönsee. Im Auftrag von Neunburgs Bürgermeister Martin Birner, Vorsitzender des Gemeindetages im Landkreis, sprach er Wirnshofers Mitarbeit in dem Kreis der Bürgermeister an. Dirscherl sprach ebenfalls für die Raiffeisenbank Mittlere Oberpfalz den Nachruf und erinnerte weiter an das selbstlose Engagement in Organisationen und Vereinen. Mit Wirnshofers Tod haben zudem der CSU-Ortsverband und die "Frauensteiner Burgschützen" ihren ersten Vorsitzenden verloren.

Landrat Thomas Ebeling zählte Hans Wirnshofer zu den Gründungsvätern des Landkreises Schwandorf und zu den Männern und Frauen, die für diesen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellten. MdL Alexander Flierl hob in seiner Rede die Zuverlässigkeit des Weidinger Ehrenbürgers heraus, dem die Menschen der Region immer am Herzen lagen.

Nachruf der Vereine

Als Sprecher der Vereine betonte Erich Schlicker, dass Hans Wirnshofer ein großer Segen für alle war. Die lange Liste der Vereine bewies die Verbundenheit zu den verschiedensten Organisationen, vier Ehrenmitgliedschaften würden seine Aktivität besonders unterstreichen. Das Engagement des Verstorbenen in kirchlichen Gremien ließ PGR-Sprecher Herbert Spichtinger Revue passieren. Seit 1968 brachte er Rat und Tat im Pfarrgemeinderat beziehungsweise in der Kirchenverwaltung ein und stand auch als Lektor vor dem Altar.

Nach dem Trauergottesdienst gaben die Ehrengäste, unter ihnen Staatsministerin a. D. Emilia Müller, die ehemalige Staatssekretärin Marianne Deml und Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder, sowie Kommunalpolitiker, Vereinsabordnungen und die Bevölkerung dem Verstorbenen am Friedhof das letzte Geleit. Sie verabschiedeten sich von einem engagierten Mitbürger, der sich zeitlebens in den Dienst für die Heimat gestellt hat.

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