23.01.2020 - 10:02 Uhr
WeidingOberpfalz

Erneute Debatte um Friedhof-Zaun

Der Friedhof in Weiding spielt die Hauptrolle bei der Sitzung des Gemeinderats. Nach wie vor zeichnet sich keine Lösung ab, wie Tiere aus dem Areal verbannt werden können. Für ein Sanierungsprojekt sind mehrere Aufträge vergeben.

Erneut befasste sich der Gemeinderat mit einer eventuellen Umzäunung des Friedhofs in Weiding. Im Gremium herrschte die Meinung vor, dass sich auch bei einer Rundum-Einfriedung des Geländes das Eindringen streunender Tiere nicht verhindern lässt.
von Ludwig HöcherlProfil

Mit einer Gedenkminute für Hans Wirnshofer, der am 14. Januar seinen 80. Geburtstag hätte feiern können, wurde die Sitzung eröffnet. Vor den Gemeinderäten und anwesenden Zuhörern erinnerte Bürgermeister Manfred Dirscherl an den Altbürgermeister und Ehrenbürger, der im Vorjahr an Allerheiligen verstorben war.

Danach rückte der Friedhof in den Blickpunkt. Mit Bildern belegte der Bürgermeister kleinere Schäden am Bodenbelag im Eingangsbereich sowie im Inneren der Aussegnungshalle. Für das Auswechseln der Platten werde die Kostenfrage kurzfristig geklärt. Die Friedhofsbesucher haben bereits bemerkt, dass das große Kreuz abgebaut ist. Es soll ausgebessert werden und auch der Corpus ist für eine Restaurierung vorgesehen.

Zu einem Dauerbrenner wird eine Einzäunung des Friedhofareals. Wie bereits in der vergangenen Sitzung war auch diesmal eine mögliche Einfriedung des Geländes Thema am Ratstisch. Ebenfalls per Foto gab Bürgermeister Manfred Dirscherl einen Überblick über das gesamte Areal, das auf einer Länge von 170 Metern umzäunt werden müsste, um streunende Tiere abhalten zu können.

Einhellig herrschte im Gremium die Meinung, dass hier weder mit einer Abzäunung noch mit einer Mauer Abhilfe geschaffen werden könne. Solche Maßnahmen wurden als nicht zielführend eingestuft. Außerdem müssten die Kosten dafür auf die Grabeigentümer umgelegt werden. In der sachlich geführten Diskussion wurde die Erinnerung daran wach gerufen, dass bei der Dorferneuerung vor rund 20 Jahren die aktuelle offene Form der Einfriedung mit der Bepflanzung von Sträuchern gewollt und befürwortet wurde.

Für die Sanierung des Schulhauses sind weitere Weichen gestellt. Manfred Dirscherl informierte über die Vergabe mehrerer Aufträge in nichtöffentlicher Sitzung. Die Ausschreibung war von Architekt Christian Schönberger vorgenommen worden. Auf Basis vorliegenderAngeboten wurden folgende Arbeiten vergeben: Fenster – Firma Ferst, Pemfling; Gerüstbau – Firma Zollner, Miltach; Malerarbeiten – Firma Dietz, Gaisthal; Heizung – Firma Bauer, Dietersdorf; Wasser- und Sanitäreinrichtung – Firma Schieber, Schönsee.

Keine Einwände gab es zum Antrag von Benedikt Huber, dem das gemeindliche Einvernehmen zum Bau eines Betriebsleiterwohnhauses mit Doppelgarage erteilt wurde. Dem Antrag des THW Oberviechtach für einen Zuschuss zur Anschaffung eines Fahrzeugs stimmte das Gremium mit einer Spende von 500 Euro zu.

Information gab es vom Bürgermeister darüber, dass die Familie von Hans Wirnshofer der Feuerwehr eine Spende von 2000 Euro zukommen ließ. Dieser Betrag soll für die Anschaffung eines Gerätes verwendet werden, dass im Bedarfsfall allen Gemeindebürgern zugute kommt. Weiter kam von Manfred Dirscherl der Hinweis, dass an der Straße "Kreuzweg" ein Schaltschrank für die Stromversorgung errichtet wird. Dieser sei dort für den notwendigen Stromanschluss bei anstehenden Feierlichkeiten auf dem gegenüberliegenden Festplatz sinnvoll platziert.

Zum Einstieg in die Tagesordnung hatte der Bürgermeister in Erinnerung gerufen, dass Josef Ebenhöch und Willibald Wirnshofer als Leiter bei der bevorstehenden Kommunalwahl fungieren. Einstimmig haben die Gemeinderäte das Verzehrgeld für die Wahlhelfer auf 50 Euro festgesetzt. Damit folgte das Gremium einer Empfehlung des Landratsamtes.

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