24.05.2019 - 12:43 Uhr
WeigendorfOberpfalz

Netz und Gurte als Schutz vor Steinschlag

Deinsdorf und Högen standen im Mittelpunkt der Sitzung des Weigendorfer Gemeinderats. Neubau, Tektur, Felssicherung und Scheitern eines Baugebiets wurden in regen Diskussionen behandelt.

Felssicherungen sind in Högen erforderlich geworden.
von Franz MüllerProfil

Bürgermeister Reiner Pickel hatte sich zur Unterstützung Sabrina Weiß vom Bauamt Neukirchen in den Fritzenhof mitgebracht. Denn fachmännische Auskunft war bei einigen Beratungspunkten gefragt.

Ein schon einmal vorgelegter Bauplan für ein Wohnhaus im Siedlungsgebiet Dannloher Weg war vom Antragsteller überarbeitet worden. Die Abweichungen vom Bebauungsplan konnten die Räte zwar akzeptieren, Einwendungen gab es aber beim Straßenabstand: Der Dachüberstand wäre bei zulässiger Entfernung sehr nachteilig. Die Diskussion ergab den Wunsch, das Gebäude so weit wie möglich von der Straße zurückzusetzen. Um eine dritte Planvorlage zu verhindern, wurde der Plan mit der Auflage genehmigt, diese Verschiebung vorzunehmen.

Beim Umbau/Erweiterung des Landhotels Sternwirt hatte sich gezeigt, dass bei einer verlangten Änderung die innere Struktur nicht mehr passte. Die Träger wären auf die Saaldecke des Altbaus gestoßen, was bautechnisch nicht machbar ist.

Der Tekturplan mit der Berichtigung wurde von den Räten beschlossen. Dieses Vorhaben brachte ein bisher nicht beachtetes Problem. In unmittelbarer Nähe ragt eine Felswand auf. Da an deren Fuß ein Wanderweg bleibt, wurde die Verkehrssicherung überprüft. Hier ergab sich, dass die Gefahr von herabfallendem Gestein gegeben ist.

Dies kann nur durch eine Sicherung durch Gurte und Netz abgewendet werden. Die Gemeinde als Eigentümer ist hier gefragt. Beim sich nach oben anschließenden bewaldeten Hang in Privateigentum sind ebenfalls Maßnahmen zu treffen.

Der letzte Abschnitt des Bebauungsplans Am Dannloher Weg ist fast völlig bebaut. Als dies absehbar war, kam aus der Bevölkerung die Anregung, das Gebiet um eine Fläche für etwa zehn Gebäude zu erweitern. Die Voraussetzungen dazu wurden in einer Vorplanung und mehreren Beratungen geprüft. Die größte Schwierigkeit lag in der Abwasserentsorgung. Diese ist auf den jetzigen Bestand abgestimmt.

Die genaue Prüfung ergab, dass eine zusätzliche Belastung nicht zu machen ist. Es müsste über eine längere Strecke ein neuer Abwasserkanal verlegt werden. Die Beratung des Gemeinderats durch den Planer ergab eine hohe Belastung durch zusätzliche Erschließungskosten. Deshalb würde man kaum Käufer für das Projekt finden. Der Gemeinderat beschloss, das Vorhaben abzublasen.

Im Infoteil wies der Bürgermeister auf die Sperrung der B 14 hin, die durch Erneuerung der Fahrbahndecke nach Pfingsten zwischen dem Ort Haid und der Einmündung nach Neukirchen kommen wird. Beim Mobilfunk sind Lösungen noch in der Schwebe.

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