21.02.2020 - 13:31 Uhr
WeigendorfOberpfalz

Neue Seniorenresidenz im Högenbachtal vorgestellt

Von der Mittelschule zur Seniorenresidenz: Die WGW (Wahlgemeinschaft Weigendorf) informierte sich vor Ort bei der Burchard-Führer-Gruppe über das neue Projekt im Högenbachtal.

Die WGW (Wahlgemeinschaft Weigendorf) vor Ort: Projektleiter Siegfried Kühn (Mitte) stellt die Pläne vor und diskutiert mit 2. Bürgermeister Fabian Bräutigam (links), Gemeinderat Thomas Dotzler (Bauausschuss) und den jungen WGW-Gemeindratskandidaten Melanie und Oliver Schmidt und Simon Ertel Details.
von Redaktion ONETZProfil

Viele Weigendorfer und Hartmannshofer fragen sich, wie es weitergeht mit der alten Mittelschule in Hartmannshof. Seit dem Verkauf im April 2019 hat sich nichts getan, der ursprünglich geplante Baubeginn wurde verschoben – und jetzt? Erste Gerüchte tauchten auf. Die WGW (Wahlgemeinschaft Weigendorf) nahm dies zum Anlass, sich aus erster Hand über den Stand des Projekts zu informieren, heißt es in einer Presseinfo der WGW. Den Abriss der alten Schule zu überdenken, war eine der ersten Anregungen, die die WGW zu Beginn der vergangenen Amtszeit in neuer Konstellation zu diesem Thema im Gemeinderat vorbrachte, heißt es. Und damit den Erhalt des alten Mittelschulgebäudes anstieß.

"Dass damit der Gemeinde nicht nur ein sechsstelliger Betrag an Abbruchkosten eingespart werden konnte, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Infrastruktur Gemeinde angesichts der Veränderung der Alterspyramide entstehen sollte, macht das Projekt für uns zur Herzensangelegenheit”, erklärt Zweiter Bürgermeister Fabian Bräutigam als er mit Gemeinderat Thomas Dotzler und drei WGW-Gemeinderatskanidaten den Investor besuchte, um sich vor Ort ein Bild zu machen. In Amberg unterhält die Burchard-Führer-Gruppe das Seniorenpflegeheim St. Benedikt. Heimleiter Siegfried Kühn, der auch die Heimleitung für das Seniorenheim in der ehemaligen Mittelschule übernehmen soll, führte die Abordnung zunächst durch das Haus und erklärte dabei das Konzept der Führergruppe, um im Anschluss den aktuellen Planungsstand in Hartmannshof zu darzustellen.

Das Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit der Menschen stehe im Mittelpunkt, hieß es von Kühn. Gute Organisation und eine individuelle, persönliche Gestaltung der Räume seien dabei wichtig. Allem voran aber ein vom Betreiber entwickeltes, flexibles Arbeitszeitmodell mit Überstundenbegrenzung. Dazu ein eigenes Schichtsystem mit Schichtbeginn für Mütter erst ab 8 Uhr. Dazu eine gute ärztliche Versorgung, wenn gewünscht auch durch den eigenen Hausarzt, Palliativpflege in Zusammenarbeit mit einem Hospizverein.

Speziell die alte Schule sei ein Ort, an den viele Weigendorfer und Hartmannshöfer eine enge persönliche Bindung hätten, meint Fabian Bräutigam.

Die WGW-Gruppe wurde durch das ganze Haus geführt, begutachtete Zimmer wie Stationszimmer, Therapiebad und Zentralküche. Es gibt sogar eine eigene Großküche im Haus. Hier wird täglich frisch gekocht, in die Speisepläne können Wünsche der Bewohner aufgenommen werden.

Die ehemalige Schule in Hartmannshof bietet ideale Voraussetzungen zur Umsetzung dieses individuellen Pflegekonzeepts, so die Verantwortlichen. Ein Name sei auch schon gefunden "Seniorenresidenz im Högenbachtal”. Geplant sind 54 Einzelzimmer, drei Zwei-Zimmer-Appartments, drei Therapiebäder und ein Verfügungszimmer. Dazu eine Therapieküche zum gemeinsamen Kochen, Speisesaal, Zentralküche, eigene Wäscherei.

In der Seniorenresidenz entstehen laut Kühn 40 bis 45 Arbeitsplätze. Melanie Schmidt fragt als dreifache Mutter nach möglichen generationenübergreifenden Aktionen mit dem nebenliegenden Kindergarten HaWei. Hier gälte es, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen.

Thomas Dotzler erkundigte sich nach dem aktuellen Stand. Der Baubeginn war ursprünglich für Februar dieses Jahres geplant. Verzögerungen habe sich ergeben, da die ursprünglich von der Behörde geforderte Brücke über den Högenbach deutlich überdimensioniert gewesen sei und damit auch das Landschaftsbild beeinträchtigt hätte, erläutert Kühn. Man habe sich nach langen Diskussionen auf eine einfachere Lösung geeinigt. Inzwischen ist auch die Baugenehmigung erteilt. Fabian Bräutigam regte die Einbindung lokaler Handwerksbetriebe durch den Bauträger an. Die reine Bauzeit veranschlage die Bauabteilung der Führergruppe Stand heute mit rund 1,5 Jahre, so Kühn. ”

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.