11.08.2019 - 11:55 Uhr
WeigendorfOberpfalz

Steinbruch bleibt auf Distanz zu Deinsdorf

Die Erweiterungspläne für den Dolomitsteinbruch Hunas lösten einige Befürchtungen aus. Diese scheinen nicht einzutreffen.

von Franz MüllerProfil

Der Tagungspunkt "Erweiterung des Dolomitsteinbruchs Hunas auf Gemeindegebiet Weigendorf" hatte einige Bürger in die Sitzung des Gemeinderats Weigendorf gelockt. Doch der Verdacht, dass der Steinbruch nahe an die Wohnorte heranrücken könnte, bewahrheitete sich nicht. So gab es eine positive Stellungnahme.

Abbaurechte sichern

Bürgermeister Reiner Pickel stellte zur Erläuterung über das Vorhaben der Sebald Zement GmbH in Hartmannshof den Geschäftsführer Claus Tausendpfund vor. Dieser hatte ausführliches Bildmaterial mitgebracht und gab Auskunft. Die Firma müsse sich die Abbaurechte für das zukünftige Bestehen sichern. Dazu seien Gespräche mit den Fachbehörden geführt und die notwendigen Gutachten eingeholt worden. Auf der Karte waren die Erweiterungsflächen markiert, die auf Weigendorfer Gebiet liegen. Nachfragen über Umfang, Absicherung, Nutzung und Verkehrswege wurden ausführlich beantwortet. Die Auflagen der Fachbehörden seien eingehalten. Das fragliche Gebiet erstreckt sich nordwestlich der bereits genehmigten Abbauflächen in einem ausreichenden Abstand zum Ort Deinsdorf.

Kein Stück vom Steuer-Kuchen

Zweiter Bürgermeister Fabian Bräutigam schnitt die Frage nach einem Anteil an der Gewerbesteuer für Weigendorf an. Die gesetzlichen Voraussetzungen dazu lägen nicht vor, erklärte Tausendpfund. Die Stellungnahme der Gemeinde lautete per Beschluss, dass es keine Einwendungen gegen das Vorhaben gibt.

Eigentlich war es eine Maßnahme innerhalb der Bürgermeister-Kompetenz: Ein Straßenstück bei der Halle des Fuhrunternehmens Hartmann war stark beschädigt. Als sich durch Asphaltierungsarbeiten an anderer Stelle die Gelegenheit bot, erteilte Pickel den Auftrag anhand einer Kostenschätzung, doch die Endabrechnung fiel teurer aus. Nach kurzer Diskussion gab der Gemeinderat nachträglich seine Zustimmung.

Die gesetzliche Vorgabe an die Gemeinden, einen Informationssicherheitsbeauftragten zu bestellen, soll landkreisweit erfüllt werden. Dazu ist eine Zweckvereinbarung notwendig. Der Beitritt dazu wurde beschlossen, die Abwicklung und Kostenfrage wird später ergänzt. Der Beauftragte ist der Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach angeschlossen; die einzelnen Gemeinden müssen in ihren Verwaltungen einen Ansprechpartner für die Zuarbeit benennen.

Energiecoach kommt

Der Staat empfiehlt den Kommunen ein "Energiecoaching" und stellt dazu Fördermittel bereit. Ziel ist es, die Anlagen und Einrichtungen der Gemeinden auf ihre Effizienz zu prüfen und Sparmöglichkeiten aufzuzeigen. Weigendorf will von diesem Angebot Gebrauch machen.

Die Kräuterführerin und Ortsheimatpflegerin Gabriele Leonie Bräutigam informierte über eine Aktion des Landkreises in Sachen Blühflächen. Es wurden 1000 Euro für entsprechende Streifen im Ortsbereich gewährt. Bräutigam regte an, von den Blühern Samen zu sammeln und im nächsten Jahr zu verwenden. Mitmachen könnten Bürger, die Gemeinde, Gartenbauvereine oder der Kindergarten. Eingegangenen Klagen über Probleme bei der Schülerbeförderung werde die Gemeinde nachgehen.

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