Weiherhammer
28.01.2026 - 12:51 Uhr

Abschied von Kreszenzia Ziegler in Weiherhammer

Nach einem reich erfüllten, von Schicksalsschlägen geprägten Leben verstarb Kreszenzia Ziegler vom Sägewerk in Weiherhammer im Alter von 92 Jahren.

Trauer um Kreszenzia Ziegler in Weiherhammer. Bild: Julian Stratenschulte
Trauer um Kreszenzia Ziegler in Weiherhammer.

Zahlreiche Trauergäste, auch aus ihrem Geburtsort Mantel, gaben Kreszenzia Ziegler am Dienstag das letzte Geleit. Sie war mit 92 Jahren verstorben. „Auch wenn ein Mensch ein hohes Alter erreicht, bleibt der Abschied schmerzlich. Wir dürfen uns mit ihr freuen über ein reiches und erfülltes Leben, über ein gutes und gesegnetes Ende“, sagte Pfarrer Varghese Puthenchira beim vom Kirchenchor und Michael Bertelshofer (Orgel) gestalteten Seelengottesdienst.

Die Enkel Josef und Lisa schilderten in beeindruckender Weise das nicht leichte Dasein der geliebten Mima-Oma und Mama. Geboren am 22. Juli 1933 als letztes von drei Kindern der Familie Drechsler, wuchs sie in einer schweren Zeit auf. Sie war eine der wenigen, die eine Meisterprüfung in der Hauswirtschaft abschloss. 1962 heiratete sie Karl Ziegler und wurde somit Teil einer Sägewerksfamilie in Weiherhammer. 1962 bekam sie ihren ersten Sohn, der nach kurzer Zeit verstarb. 1963 wurde Andreas geboren, 1964 Tochter Brigitte, welche sie aufgrund ihrer geistigen Behinderung bis zum Ende ihrer Lebenszeit liebevoll pflegte.

1965 kam Ludwig auf die Welt, 1969 starb ihre Schwester Della. Deshalb nahm sie Onkel „Bielein“ bei sich auf und kümmerte sich um ihn wie ihr eigenes Kind. 1972 wurde Caroline geboren. Vier Enkel und drei Urenkel vervollständigten ihr Leben. Dieses stellte Ziegler immer wieder vor Schicksalsschläge und Herausforderungen auch durch den Betrieb. 1980 verlor sie Caroline mit nur 8 Jahren durch ein Zugunglück, 1993 ihren Ehemann nach einem Schlaganfall.

Ende der 90er Jahre überstand sie eine schwere Lungenfibrose, und in den letzten Jahren erblindete sie zunehmend. Nach einem Oberschenkelhalsbruch ging es ihr immer schlechter. Nur mit Unterstützung war es für sie möglich, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. „Sie wollte uns immer bestmöglich versorgen, wir haben versucht, ihr all das zurückzugeben. Das tägliche Ritual um 18 Uhr wird uns immer fehlen. Das Team der Palliativstation ermöglichte ihr nach dem Krankenhausaufenthalt ab Neujahrstag eine letzte schöne Woche. Und auch Oma konnte uns beim Abschied noch ein paar Worte mit auf den Weg geben. Sie war und bleibt immer Teil in unserem Leben und in unseren Herzen.“

 
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