25.06.2021 - 11:05 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Badeweiher Weiherhammer entwickelt sich zum Sorgenkind

Gemeinderäte monieren zum wiederholten Mal: Nicht nur einheimische Badegäste verursachen durch Müll und Vandalismus erhebliche Kosten bei der Betreuung des Freizeitgeländes.

Der Badeweiher in Weiherhammer macht den Gemeinderäten Sorgen.
von Redaktion ONETZProfil

Große Sorgen macht der Gemeinde derzeit das Verhalten vieler Badegäste am Weiherhammerer Badeweiher, dessen Gelände frei zugänglich ist. Gemeindearbeiter entsorgen in der Hochsaison täglich über acht Müllsäcke voll mit den Hinterlassenschaften von rücksichtslosen Gästen.

Kontrollen an den Wochenenden von Polizei und Ordnungsdienst brachten nicht die erhoffte Besserung. Die für die Grundstücksbewirtschaftung entstehenden Kosten in Höhe von jährlich rund 5000 Euro stoßen im Rathaus schon so weit auf, dass an eine Einstellung der Pflegearbeiten gedacht wird, um die Attraktivität des Geländes zu senken und damit die Besuche der Umweltsünder zu reduzieren.

Doch der Gemeinderat beschloss, die Anlage in der bisherigen Form weiterzubetreiben. Dahinter verbergen sich Aufgaben wie tägliche Kontrolle auf Vermüllung und dessen Beseitigung, Aufstellung von Mobiltoiletten, regelmäßige Kontrolle des angrenzenden Baumbestandes und das Absuchen des Gewässergrunds auf Gefahrenquellen vor der Badesaison.

Kostenintensive Kinderbetreuung

Das Kinderhaus St. Barbara Weiherhammer hat im Auftrag der katholischen Kirchenstiftung die Abrechnung des Haushalts 2020 vorgelegt. Das Betriebskostendefizit von 54138 Euro wird von der Gemeinde zu 100 Prozent als vertraglicher Zuschuss übernommen. Aufgrund der Auslagerung der Gruppe "Fuchsbau" in die Grundschule steigen die Personalkosten. Daher wird im Haushaltsplan 2021 ein höheres Defizit in Höhe von 71470 Euro erwartet. Auch dies übernimmt die Gemeinde. Laut einem Bericht im Neuen Tag zieht sich das Bistum Regenburg, das auch Betreiber des Kindergartens St. Barbara ist, immer mehr von den Aufgaben, die die Leitungen von Kinderhorten oder Tagesstätten stellen, zurück. Aus dem Gemeinderat kam die Bitte, von der Diözese eine Stellungnahme einzuholen, ob von diesen Maßnahmen auch die Einrichtung in Weiherhammer betroffen ist. Bürgermeister Ludwig Biller sagte, dass die Kommune jederzeit bereit wäre, den Kindergarten in Eigenverantwortung der Gemeinde zu betreiben.

Gesundheitsbotschafter

Auch Weiherhammer installiert eine von der AOK initiierte Gesundheitsbotschafterin für Kommunen. Für Weiherhammer wird diese Aufgaben Maria Müller aus Kohlberg übernehmen. Das kann die Unterstützung von Veranstaltungsplanungen, Erstellen von Flyern und Plakaten oder auch die Verteilung von Infomaterial für die Bürger beinhalten.

Fleißige Sportvereine

Die TSG Weiherhammer hat ein neues Dach für 10750 Euro auf das Sportheim aufgebracht. Der FC Kaltenbrunn renovierte seinen Gymnastikraum, installierte eine neue Einbauküche in die Stockhalle ein und einen Ofen in die FC-Hutzastub'n. Dafür wurden insgesamt 5872 Euro ausgegeben. Die Gemeinde bezuschusst diese größtenteils unentgeltlich erledigte Arbeit mit zehn Prozent der Ausgabekosten. Ferner übernimmt sie 25 Prozent der Gesamtkosten. Der Kreisjugendring bekommt für das Fifty-Fifty-Taxi 300 Euro. Julian Kraus regte eine Befragung an, ob und wie dieser Service von Weiherhammerern angenommen wird.

Solarstrom vom Hallenbaddach

Die SPD-Fraktion will von der Verwaltung ein Angebot für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hallenbads einholen. Vorausgehend ist eine sehr aufwendige Prüfung der Statik, um die vorgesehenen Dünnschichtmodule installieren zu können. Angeregt wurde hierbei auch die Eigennutzung der Energie.

Spielplatz für alle Kinder

Im Zuge des Kindegarten-Ausweichquartiers in der Grundschule wurde auch die Auswahl an Geräten im angrenzenden Spielplatz in der Ackerstraße erweitert. Diese Freizeitanlage für Kinder wird nun auch für alle Kinder der Gemeinde zugänglich gemacht. Parallel sollen nötige Sicherheitskontrollen erfolgen und an die Eltern bezüglich des Sauberhaltens appelliert werden. Bei Bedarf werden Hinweisschilder auf Öffnungszeiten aufgestellt.

Bürgermeister-Sprechstunden

Bürgermeister Ludwig Biller und seine Vertreter sind ab sofort wieder in Sprechstunden erreichbar. Zudem werden Bürger wieder zu Jahrestagen und Jubiläen von Gemeindevertretern besucht. Das Hallenbad wird nach Wartung und Reparaturen am 14. September seine Türen wieder öffnen. An der Grundschule werden derzeit die für die Breitbanderweiterung notwendigen Straßenbauarbeiten erledigt.

Ferienprogramm für Schüler

In den großen Schulferien im August bietet die Gemeinde eine Ferienbetreuung für Kinder in der ersten und in der letzten Ferienwoche an. Die Kosten hierfür belaufen sich je Teilnehmer auf 60 Euro. Hierfür findet für alle Interessierten eine Informationsveranstaltung am 1. Juli um 18 Uhr in der Aula der Grundschule statt.

Aufräumen

Im Rahmen der Aktion „Zsamma Ramma“ konnte viel Müll von den Straßenrändern eingesammelt werden. Leider wurde in diesem Zusammenhang auch festgestellt, dass sogar in Grüngutcontainer Müll gefunden wurde, der dort nichts verloren hat. Die Helfer bei dieser Aktion stellten Nachlässigkeit der Bürger in Sachen Müllentsorgung fest.

Alia: Verzögerung

Auf die Frage nach dem Zeitplan für die Errichtung der Gebäude auf dem Alia-Gelände gegenüber der Norma an der Hauptstraße informierte Alia-Geschäftsführer Severin Hirmer, dass vor der fehlenden Förderzusage noch keine weiteren Bauplanungs- und Ausführungsschritte möglich sind. Die extremen Preissteigerungen auf dem Bausektor für Material und Arbeitslöhne könnten sich dabei zu einem Problem entwickeln.

Mehr aus dem Gemeinderat Weiherhammer

Weiherhammer
Hintergrund:

Personalwechsel im Rathaus

  • Der bisherige Geschäftsleiter Claus Hellbach wechselt auf eigenen Wunsch zum 1. Oktober zur Verwaltung seiner Heimatstadt Hirschau.
  • Hellbachs Aufgaben wird Kämmerer Christian Wirth übernehmen
  • Die Gemeinde braucht nun einen neuen Kämmerer

 

 

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