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23.01.2021 - 00:01 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

"Dieses Buch sollte um die Welt gehen"

Horst Frischmann macht sich große Sorgen um das weltweit angeschlagene Klima. "Es besteht noch etwas Hoffnung, dass wir das Kippen des Klimas verhindern können", sagt er und legt jedem das Buch "Die Klima Schmutz Lobby" ans Herz.

Horst Frischmann aus Weiherhammer appelliert an die Bevölkerung, das Buch "Die Klima Schmutz Lobby" zu lesen.

Von Horst Frischmann

Dieser Klimaschmutzlobby haben wir sehr viel zu „verdanken“! Sie hat ständig Zweifel gestreut und die Klimawissenschaftler, also die Spezialisten, diskreditiert, um ihre fossilen Geschäftsmodelle weiterbetreiben zu können, koste es was es wolle. Dabei ist es völlig bewiesen, dass der Großteil des Klimawandels menschengemacht ist. So ist es etwa der „Verdienst“ des Klimawandelleugner-Instituts Heartiand, USA, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen sind.

Das Heartland-Institut pflegt auch Kontakte zum Europäischen Institut für Klima und Energie, kurz EIKE. EIKE ist ein deutscher Klimawandelleugner-Verein, dessen Theorien nachgewiesenermaßen keinen wissenschaftlichen Standards genügen. Die Einflussnahme der Klimaschmutzlobby reicht sogar bis in die Schulen hinein, indem sie ihr Infomaterial Lehrern zukommen lässt. In diesem Buch erfahren Sie unter anderem, wie die Merkel-Regierungen aus dem einst guten, nur fünf Seiten umfassenden Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, ein kompliziertes Gesetz mit weit über 100 Seiten machten und warum letztendlich die EEG-Umlage so stark angestiegen ist. Des Weiteren erfahren Sie auch etwas über die offenen Klimawandel-Leugner innerhalb der CDU!

Unterschiedliche Pflichten

Im Pariser Klimaabkommen ist explizit festgelegt, dass für jedes Land, je nach Stand seiner wirtschaftlichen Entwicklung, unterschiedliche Pflichten gelten! Deutschland ist besonders in den letzten acht Jahren seinen Pflichten immer unzureichender nachgekommen. Dies haben uns unter anderem die Fraunhofer-Institute Jahr für Jahr vorgerechnet. Daran ändert die erst kürzlich vorgenommene Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, kurz EEG, nicht viel. Die Merkel-Regierungen haben den Zubau von Windkraft und Photovoltaik massiv ausgebremst. Überdies wurde in der „ZDF-Zoom“ – Dokumentation – Das Ende der Energiewende – am 12. Juli 2020 ausführlich berichtet. Dadurch gingen insgesamt 110 000 Arbeitsplätze verloren. Windkraft ist mit großem Abstand die kostengünstigste Form der Energieerzeugung, gefolgt von Photovoltaik. Minimum 80 Prozent der Bundesbürger:innen sind für einen verstärkten Ausbau der Windkraft.

Die Windkraft ist das Rückgrat einer erfolgreichen Energiewende. Sie ist auch im Rahmen der großen Speicherlösung „Power to Gas“ für die kostengünstige Erzeugung von Wasserstoff unbedingt notwendig. Die Planungen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier, in Zukunft den Wasserstoff aus dem Ausland zu importieren, hält das Jülicher Forschungszentrum zum einen aus Zeitgründen für nicht brauchbar, zudem würde dies zu sehr hohen Strompreisen führen. Mit „Power to Gas“ könnte Deutschland eine noch nie dagewesene Energiepolitische Unabhängigkeit vom Ausland erreichen. Seit mehr als fünf Jahren könnte diese Technologie schon ausgebaut werden (250 Megawatt-Anlagen, Bauzeit 2 Jahre).

"Keine Hexerei"

„Das Ganze ist keine Hexerei, sondern ganz normaler Anlagenbau“, so Professor Dr. Michael Sterner, einer der Entwickler dieser Technologie. Sie würde sehr wahrscheinlich auch ein Exportschlager werden. Unverständlicherweise haben weder die Bundesregierung noch die bayerische Landesregierung auf diese geniale Technologie bisher reagiert. Wir könnten also eigentlich in Deutschland ausreichend regenerativen Strom erzeugen, um die Energiewende zu schaffen, dieser dient zur Herstellung von Wasserstoff/grünes Gas für das Heizen von Gebäuden (70 Prozent der Gebäude in Deutschland werden mit Gas beheizt, die Infrastruktur ist also schon zum Großteil vorhanden). Das Gas liefert auch Prozesswärme für die Industrie und kann in vorhandenen natürlichen Speicherräumen gelagert werden, um bei einer Dunkelflaute (kein Wind, keine Sonne) mit Hilfe von Gaskraftwerken ausreichend Strom zu erzeugen.

Erdgas ist keine Brückentechnologie. Diese Brücke trägt nicht, weil sie wegen des Methans den Klimawandel genauso vorantreibt wie Öl und Kohle. Wegen der Untätigkeits- und Versäumnispolitik ist die EEG-Umlage unverhältnismäßig gestiegen, woraufhin die regenerativen Energien ausgebremst wurden, was unter anderem zu einer Stromlücke führen kann. Eine Folge davon ist, dass man gegen diese negativen Entwicklungen die Atomenergie wieder ins Feld führt. Dagegen ist aber anzumerken, dass bereits in den 70er Jahren kein geringerer als der damalige Leiter des Kernforschungszentrums Karlsruhe Berechnungen angestellt hat, ob man mit Atomenergie das Klima retten kann. Er kam zu dem Ergebnis, dass es völlig unmöglich ist, weltweit so viele Atomkraftwerke in dem dafür notwendigen kurzen Zeitraum zu bauen, noch würden das die Uranvorkommen hergeben, um diese lange betreiben zu können.

"Politik hat versagt"

Die Problematiken Restrisiko, Atommüllvermehrung und ganz aktuell das Thema sichere Endlagerung sind weitere Aspekte, welche klar gegen den Weiterbetrieb oder gar Neubau von Atomkraftwerken sprechen. Youtuber Rezo hatte schon recht! Das Versagen der Politik und hier vor allem der unionsgeführten Bundesregierungen beim Klimaschutz spricht Bände und reicht bis zur Ära von Bundeskanzler Helmut Kohl zurück. Wenn Helmut Kohl – Gott habe ihn selig – damals schon die von der Klima-Enquete-Kommission des deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre dringend für notwendig gehaltenen Empfehlungen umgesetzt hätte, dann lägen wir heute schon bei einer CO²-Reduktion von 70 Prozent! Diese Entwicklung hätte sicherlich einen großen positiven Einfluss auf den Rest der Welt gehabt. Leider hatte er sich für die "Klimaschmutzlobby" entschieden.

Das Meiste von dem, was wir heute über den Klimawandel wissen, war schon in den 70er Jahren bekannt. Im BR-Doku-Thema „Windenergie in Bayern“ am 17. Juni 2020 wurde deutlich, welch katastrophalen Auswirkungen die in Bayern geltende 10H-Regelung hat. Des Weiteren wurde auch besonders auf den bayerischen Windenergieerlass hingewiesen. Dieser sei sehr schlecht gemacht und bietet zu viel Interpretationsspielraum, weswegen so viel gegen Windräder geklagt werden kann – und diese Klagen auch in hohem Maße gewonnen werden. Ein Fachanwalt wies in diesem Zusammenhang auf den Verein für Landschaftspflege & Artenschutz in Bayern, kurz VLAB, hin, der zu 95 Prozent nichts anderes mache als gegen Windkraftanlagen zu klagen. Dessen Vorsitzender, Johannes Bradtka, hat einmal gesagt: „Artenvielfalt und Windkraft schließen sich aus.“ Diese Aussage wurde in der ZDF-Zoom Dokumentation am 12. Juli 2020 eindeutig widerlegt. Wenn sich etwas ausschließt, dann ist es Artenschutz und das zunehmende Waldsterben durch den Klimawandel!

Nur noch halbwegs intakt

Weltweit wird die Windenergie ausgebaut, auch in den USA, wo immerhin 23 Bundesstaaten trotz Trump am Pariser Klimaabkommen festgehalten haben! Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Windenergiebranche sich wieder erholen kann, um dann auch auf den internationalen Märkten erfolgreich agieren zu können. Es besteht noch etwas Hoffnung, dass wir das Kippen des Klimas verhindern können, aber dazu braucht es ein Wirtschaftswunder in Sachen Klimaschutz! Bei diesem Thema müssen alle Staaten ab sofort in ständigem Austausch stehen. Das Klima ist aktuell nur noch halbwegs intakt. Es muss allen klar werden, dass ohne ein halbwegs intaktes Klima, alles andere nichts ist. Jetzt muss die Menschheit beweisen, ob sie mehr draufhat als damals im Zweiten Weltkrieg, wo Panzer und Schiffe in Rekordzeit entwickelt und gebaut wurden.

Die Merkel-Regierungen haben, um es in der Fußballersprache auszudrücken, allzu oft links angetäuscht und sind rechts vorbeigegangen. Nach dem Spruch von Bundeskanzlerin Angela Merkel – „jetzt muss Schluss sein mit Pillepalle“ – ging es aber wieder gleich weiter mit Pillepalle. Es sei hier nur an die CO²-Steuer und an das Klimaschutzgesetz erinnert, dessen Schritte und Maßnahmen von den Wissenschaftlern als zu gering kritisiert wurden. So wird’s auch nichts mit dem „Green Deal" der EU.

Auszehrung der Natur ein Dauerzustand

Fazit: Die Union ist weder vertrauenswürdig noch zukunftsfähig! Dies gilt unter anderem auch für die FDP. Neoliberalismus: Von endlichen Dingen einen unendlichen Gebrauch zu machen zerstört unsere Lebensgrundlagen! “Die Auszehrung der Natur ist zum Dauerzustand geworden. Jedes Jahr wandert der Tag, an dem wir bereits verbraucht haben, was für das ganze Jahr reichen sollte, weiter nach vorn. 2019 war das der 29. Juli. An jedem Tag der danach kommt, nehmen wir bei der Natur einen Kredit auf, den wir nicht zurückzahlen, und haben im nächsten Jahr noch weniger Umwelt zur Verfügung als je zuvor. Für Deutschland allein lag der Overshoot Day, der Übernutzungstag, 2019 noch früher – es war der 3. Mai.“ So kann man doch nicht weitermachen! Gesellschaftswissenschaftlerin Maja Göpel in ihrem Buch „UNSERE WELT NEU DENKEN – Eine Einladung“ Es gilt die größte und spannendste Herausforderung der Menschheit, die Erhaltung der Lebensgrundlagen, zu meistern. Helfen Sie mit, die Zeit drängt!

Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Horst Frischmann, Am Bildbaum 3, 92729 Weiherhammer

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