03.07.2019 - 16:07 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Feuerwehr Weiherhammer feiert mit Kabarett und Partynacht

Das Festwochenende kann kommen. Die Feuerwehr Weiherhammer feiert drei Tage lang im 2000-Mann-Zelt.

Für ihre große Sause stellt die Feuerwehr Weiherhammer ein 2000-Mann-Zelt auf.
von Siegfried BockProfil

Der „Countdown“ für das Dreifachjubiläum läuft: Mit einem dreitägigen Festprogramm wird vom 5. Bis 7. Juli im 2000-Mann-Zelt gefeiert. Nach der Wetterprognose können Landrat Andreas Meier und Schirmherr Ludwig Biller ihren blauen Schirm zuhause lassen.

Am Freitag um 20 Uhr startet „Da Bobbe“ mit seinem neuen Kabarettprogramm seinen Angriff auf die Lachmuskeln. Bereits ab 19 Uhr spielen die „Pressather Musikanten“ und auch zur Aftershowparty ab 22 Uhr (Eintritt frei). In der Bar mischen an allen drei Tagen DJ „Hofrat“ und DJ „Die 2 von der Technik“ auf.

Am Samstag ist ab 20.30 Uhr Partynacht mit den „Oberpfälzer Spitzbuam“ bei freiem Eintritt angesagt. Zudem treten die 15 Festdamen auf. Sonntag:10 Uhr Bieranstich und Frühschoppen mit der Etzenrichter Blaskapelle, ab 11.30 Uhr Mittagstisch (fünf Gerichte), danach Kaffee und Kuchen. Um 14 Uhr beginnt der Festzug mit 65 Vereinen über die nördliche Hauptstraße, Hubertus-, Schreinerloh-, Eichen- bis Sägstraße und über die Barbarastraße zurück zum Festplatz. Anschließend ist die „Pirker Blechmusi“ Garant für ein stimmungsvolles Finale. An die Kinder ist gedacht mit Schiffschaukel, Karussell, Schieß- und Verkaufsständen.

Weiherhammer wurde durch den Bau eines Hochofens am Beckenweiher 1717 gegründet. Die gefüllten Holzkohle- und Torfschuppen im Hüttenwerk bildeten extreme Gefahrenpunkte. Dort brach das Feuer häufig aus. Erst 1874 erfolgte laut Urkunde die Aufnahme in den bayerischen Feuerwehrverband. Deshalb heuer die Feier zum „nur“ 145-jährigen Bestehen. Bereits 90 Wehrleute zählt die Kompanie 1919. Eine größere Änderung brachte 1936 die Umwandlung in eine Werksfeuerwehr.

Weiherhammer trennte sich 1952 von der Gemeinde Etzenricht. Zur Gewährleistung eines ausreichenden Feuerschutzes wäre die Aufstockung der Ausrüstung für die Werkswehr mit einem erheblichen Kostenaufwand erforderlich gewesen. Der damalige Kommandant sah sich daher veranlasst, den Feuerschutz der Gemeinde abzulehnen. Mit Schreiben vom 16. Febraur 1959 wurde die Gemeinde vom Landratsamt gebeten, für einen ausreichenden Feuerschutz selbst zu sorgen. Das war der Anlass zur Wiedergründung am 15. Mai 1959 im Scherm-Saal mit 48 Männern. 1962 wurde das Gerätehaus in der Röthenbachstraße gesegnet und 1972 auf eigenen Wunsch die FFW Trippach eingegliedert.

Ein weiterer Meilenstein war 1984 die Gründung einer Jugendgruppe, die heuer ihr 35-jähriges Bestehen feiern kann. 1993 folgte der Einzug ins neue Gerätehaus, fünf Jahre später die Auflösung der Werkswehr. Inzwischen gibt es neben der Freiwilligen nur noch die Werkswehr der NSG Pilkington AG.

Die erste Frau ließ sich 2000 für den aktiven Dienst begeistern. Noch Mitte der 90er Jahre hatte der damalige Vorstand und Kommandant verkündet: „So lange ich dran bin, kommen mir keine Weiber in die Wehr!“ Heute sind wir stolz, 58 weibliche Mitglieder, darunter alle 15 Festdamen zu haben. 9 leisten aktiven Dienst. Und auch 20 Kinder sind schon heißt auf die Feuerwehr in der Gruppe „Feuerflitzer“, freuen sich Vorsitzender Buchmann und Kommandant Hans Rodler.

Den ersten Kraftakt hat die hochmotivierte Truppe um Zugpferd Rajmund Buchmann bewältigt. Sogar drei Festdamen halfen mit. Unverzichtbare Hilfe dabei der von Thomas Bergler geführte Teleskoplader der elterlichen Firma. Das Gerüst des 2000 Personen fassenden Festzelts steht am Dienstag um 11 Uhr.

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