24.07.2020 - 09:52 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Gemeinsam in den Rhythmus kommen

Trommeln fördert die Gemeinschaft und löst Blockaden. Das erfahren Schüler der Grund- und Mittelschule Weiherhammer beim Unterricht mit Gerd Fenzl. Im Mittelpunkt steht die Djembe-Trommel.

Mit Musiklehrerin Agnes Hehenberger (Vierte von links) und Djemepädagogen Gerd Fenzl (Dritter von rechts) erlebten Schülerinnen und Schüler einen etwas anderen Musikunterricht mit Djembe-Trommeln und Percussioninstrumenten.
von Eva SeifriedProfil

Kurz vor den Sommerferien fand in der Grund- und Mittelschule Weiherhammer ein besonderes Projekt seinen Abschluss. Mit Hilfe von Djembe-Trommel und verschiedenen Percussioninstrumenten sollten Kinder gemeinsam in den Rhythmus kommen oder ihren Rhythmus finden. Die Mädchen und Buben erfuhren, dass man auch in der „internationalen Sprache der Musik und des Rhythmus“ miteinander kommunizieren kann. Gerd Fenzl hatte die Schüler in verschiedenen Gruppen seit Oktober 2019 wöchentlich im Djembespiel unterrichtet. Musiklehrkraft Agnes Hehenberger unterstützte ihn. Der Kreisjugendring (Demokratie leben) und der Elternbeirat hatten das Projekt gesponsert. Schirmherrschaft hatte die TSG Mantel-Weiherhammer.

Unter evolutionspädagogischen und neurologischen Gesichtspunkten ist das Spiel mit dem Rhythmus, das Trommeln und das Benutzen der linken und rechten Hand im Wechsel ein probates Mittel, die Gehirnhälften besser zu verbinden und neurologische Bahnungen zu intensivieren, die auch für das vernetzte Denken in allen Bereichen nötig sind. Die Mädchen und Buben konnten im Laufe des Projekts sogar eine Klanggeschichte, zum Beispiel ein Gewitter im Urwald kreativ mit Raum für eigene Interpretationen gestalten. Auch Kinder mit Migrationshintergrund konnten so mehr in die Gruppe eingebunden werden. Sprachkenntnis oder Herkunft hatten hier keine Bedeutung.

Mit verschiedenen Trommeln lässt sich Wetter darstellen. Es gibt die Ocean-Drum, den Rainstick, die Waldtrommel und Glockenspiel. Bis zum Coronashutdown hatten auch die 8. und 9. Klassen am Projekt teilgenommen, dann danach nur noch die 5. und 6. Klassen in kleineren Gruppen. Zur Entlassfeier der 9. Jahrgangsstufe durften die Kinder zeigen, was sie Neues gelernt haben. Da kein Schulchor singen dürfte, konnte die Veranstaltung im Freien doch noch würdig gestaltet werden.

Pädagoge Fenzl ist in Grafenwöhr mit Soulmusik aufgewachsen. Er liebt Gospelmusik und singt im Gospelchor „Hope and Joy“. „Durch das Trommeln wird die Gemeinschaft gefördert, es werden Blockaden gelöst. Die Kinder lernen aufeinander zu hören und einander zu verstehen“, sagt Fenzl der gerne mit Menschen arbeitet. Die Kinder werden geerdet und zurück zu den Wurzeln geführt.

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