20.02.2020 - 16:15 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Nachruf auf Hans Solfrank: Er war stets für andere da

Als humorvoller, geselliger Sänger, Musiker und Theaterspieler war er in seiner Art ein Original. Besonders die Couplet-Auftritte halten Hans Solfrank bleiben in Erinnerung.

Hans Solfrank.
von Siegfried BockProfil

Unter den Trauergästen, die den mit 88 verstorbenen Hans Solfrank am Mittwoch zum Grab geleiteten, waren auch viele aus dem Grenzgebiet. Der „Frenscher-Hans“ (Hausname), wie man ihn hinten an der Grenze kannte, stammte aus Hinterbrünst. Seiner musikalisch geprägten Heimat blieb er stets verbunden. Die Schreinerausbildung in Rothenstadt hat er später zum Hobby gemacht. Dabei hat er in seinem späteren Wohnort Weiherhammer vielen Menschen aus Freundschaft Möbel repariert, Hütten für Vereine gebaut, auch die Sockel auf der Empore der Pfarrkirche. In der Gießerei des Hüttenwerks fand er eine neue berufliche Tätigkeit.

Solfrank hat sich selbst zurückgestellt, auch seine Gesundheit. Wichtig war ihm stets, für die Familie, für andere, für die Gemeinschaft da zu sein. Ob als Zitherspieler bei den „Haidenaabtalern“, als Tenor beim „Liederkranz“, wo er jahrzehntelang Kassier, zweiter Vorsitzender und Notenwart war oder genauso im Kirchenchor ebenfalls als Notenwart. Dafür und für die ebenfalls 60-jährige Treue zur KAB dankte dem tiefgläubigen Heimgegangenen auch Pfarrer Varghese Puthenchira.

Seine größte Sehnsucht war die nach seiner Lene, die auch von „dahintn“ war, und die er bis zu ihrem Tod vor elf Jahren pflegte. Das bei Beerdigungen nicht übliche festliche „Gloria“ des Kirchenchors hatte sich der „Solfrank-Hans“ verdient. Um ihn trauern Sohn Franz, Tochter Agnes und die Enkel-Zwillinge Max und Simon.

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