16.07.2020 - 15:14 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Raiffeisenbank Auerbach-Freihung zählt nun über 7000 Mitglieder

Erstmals findet die Verteterversammlung der Raiffeisenbank Auerbach-Freihung in digitaler Form statt. Die Vorstandsmitglieder verkünden erfreuliche Zahlen.

von Siegfried BockProfil

Dass die regionale Kreditgenossenschaft nicht auf eine schnelle Gewinnmaximierung aus sei, sondern die Förderung von Mitgliedern und Kunden oberste Priorität habe, verdeutlichte Vorstandsmitglied Michael Sommer in der ersten digitalen Vertreterversammlung der Raiffeisenbank (Raiba) Auerbach-Freihung, zu der auch Weiherhammer und Kohlberg gehören.

Sommer nannte die wichtigsten Kernzahlen: Die Bilanzsumme erhöhte sich um 9,2 Prozent auf jetzt 307,5 Millionen Euro. Das gesamte betreute Kundenvolumen stieg um 9,8 Prozent auf 660,9 Millionen Euro. Auf 245,8 Millionen Euro belief sich das Kreditvolumen. Die in der Bilanz eingestellten Kundeneinlagen erhöhten sich um 5,3 Prozent auf 281,1 Millionen Euro.

Großer Beliebtheit erfreuten sich Anlagen in Wertpapiere, Investmentfonds und Versicherungen. "Das zeigt sich bei den Summen, die die Bankkunden bei den Partnern im genossenschaftlichen Verbund angelegt haben" betonte Sommer. Dieser Wert lag in 2019 bei 188,1 Millionen Euro, ein Plus von 12,4 Prozent. Erfreulich auch der Anstieg der Mitgliederzahl in 2019 um 405 auf 6979. Seit Ende Mai 2020 ist nun bereits die 7000er-Marke überschritten.

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"Die Einschränkungen, die wir derzeit in der Corona-Krise erleben und mit denen wir alle zurechtkommen müssen, haben die privaten Lebensumstände, das berufliche und wirtschaftliche Leben so sehr verändert, dass auch das Herzstück der demokratischen Willensbildung in der Vertreterversammlung neu geregelt werden musste", erklärte Aufsichtsratsvorsitzende Eva Birkmüller aus Weiherhammer in der Begrüßung, die erstmals in digitaler Form erfolgte.

Die Krise bestätige: "Bei einer Genossenschaftsbank ist das eigene Geld in guten Händen. Besonders am Beispiel der Kredite hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, eine Bank an seiner Seite zu wissen, welche die Verhältnisse in der Region kennt und seit Jahren erster Ansprechpartner in finanziellen Fragen ist. So konnten 90,7 Prozent der Kredite aus Eigenmitteln finanziert werden", berichtete Birkmüller.

Vorstandsvorsitzender Direktor Frank-E. Kirchhof unterstrich: "Die Pandemie erreicht uns zu einer Zeit, in der wir ohnehin mit großen Herausforderungen kämpfen. Es ist aber gerade die genossenschaftliche DNA, der Leitgedanke der Hilfe zur Selbsthilfe, die es uns schon immer möglich gemacht hat, uns in allen Krisen erfolgreich an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen." Die werde auch in der Pandemie gelingen. Er hob hervor, dass die Raiffeisenbank Vereine und andere Institutionen mit 44000 Euro unterstützt habe.

Das Geldinstitut folgt der Vorgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und verschiebt die Entscheidung über die Auszahlung der Dividende für 2019 auf die Zeit ab Oktober 2020. Über die vorgeschlagene Verwendung des Gewinns ist dann in einer weiteren Vertreterversammlung zu beschließen. Geplant ist, 10 Prozent des Jahresabschlusses in die Rücklagen zur Stärkung des Eigenkapitals zu überführen und aus dem verbleibenden Bilanzgewinn eine Dividende von 1,5 Prozent auszuzahlen.

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