10.03.2019 - 10:18 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

So wird der Garten zum Paradies

Fast 500 Mitglieder sind der Rückhalt in der Siedlergemeinschaft (SG). Sie belegt auch einen guten Platz beim Wettbewerb des Bezirksverbands "Mein Garten - das grüne Wohnzimmer".

"Der Garten macht glücklich und aus uns bessere Menschen", sagt Dorle Engels (rechts) im Bild mit Siedlerchef Horst Helgert.
von Siegfried BockProfil

"Unsere SG ist gut geführt und eine Bereicherung für den Ort, denn die Mitglieder tragen zur Aufwertung des sozialen Lebens bei", lobte Bürgermeister Ludwig Biller im Beisein der Räte Erwin Rast und Julia Härning. Bezirkschef Christian Benoist befürwortete in der Hauptversammlung am Samstag die Aussage des Bürgermeisters zwecks Straßenausbaugesetz, damit die Kommunen zur Planungssicherheit auch die finanziellen Mittel erhalten.

Über 15 Zugänge, sieben Sterbefälle und zwei Austritte bei aktuell 491 Mitgliedern informierte Vorsitzender Horst Helgert. Viel Zeitaufwand erforderte die Gratulation zu 46 Geburtstagen. Künftig geschieht dies erst ab dem 70. Lebensjahr. Neben Sammelbestellungen, Kochabend, drei Busfahrten, Radtour, Zoiglfahrt, Kinderferienprogramm, Erntedankfest erwähnte Helgert auch die Beteiligung am Bezirkswandertag, an örtlichen Festlichkeiten sowie kostenintensive Gerätereparaturen. Die Rundung der 50-Cent-Beträge auf Euro-Beträge für die Ausleihung von vier Geräten fand volle Zustimmung. Helgert kündigte die Erneuerung von 13 Gerüstböden an. Schatzmeister Hans Kellermann wies einen Gewinn von gut 1000 Euro aus und hielt eine Bildernachlese.

Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Landschaftsarchitektin Dorle Engels aus Freudenberg zum Thema "Vom Grundstück zum Gartenparadies". "Der Garten macht glücklich und aus uns bessere Menschen", führte Engels aus. Ein Naturgarten bedeute bewusster Verzicht auf Torf, Pestizide und synthetische Dünger.

Erster Schritt nach Erwerb eines Grundstücks sei die Bestandsaufnahme, sagte Engels. Hier würden Größe und Zuschnitt, eben oder am Hang, die Exposition und Bodenverhältnisse aufgenommen. Im zweiten Schritt gehe es um die eigenen Wünsche - parken, sitzen, arbeiten, repräsentieren, naschen und ernähren, um im dritten Schritt mögliche Einschränkungen, wie ein Bebauungsplan oder das Einhalten von Grenzabständen zu berücksichtigen.

Zu den wichtigsten Bauteilen zählten einmal der Vorgarten. "Bitte keine Schotterpiste mit geschnittenem Alibi-Buchs!" Engels zeigte mit gelungenen Beispielen, wie ein Kiesgarten aussehen könne. Der Sitzplatz, meist an der attraktivsten Stelle des Grundstücks geplant, brauche einen direkten Anschluss an das Haus und genügend Platz für Sitzmöbel. Weil Wege den Garten strukturierten, empfahl die Vorsitzende des Arbeitskreises Gartenfachberater beim Landesverband Wohneigentum, Blickpunkte zu setzen. "Starke Farben und besonders Blattformen bringen Struktur in die Pflanzenbeete."

Im Naturgarten würden Höhenunterschiede mit Feld- und Trockenmauern überwunden - ein besonderer Platz für viele Tiere, fuhr Engels fort. Hecken prägten den Garten. Hier sei es wichtig, für welche Art Hecke (geschnittene oder freiwachsende) man sich entscheide. Viele Gartenbesitzer wünschten sich Wasser im Garten. Engels brachte Beispiele von der Vogeltränke bis zum Swimming-Teich.

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