Weiherhammer
23.09.2026 - 15:30 Uhr

Stoppschild soll für mehr Verkehrssicherheit in Weiherhammer sorgen

In Weiherhammer soll ein Stoppschild für mehr Verkehrssicherheit an der Einmündung der Jäger- in die Hauptstraße sorgen. Mit 11:4 Stimmen brachte der Gemeinderat in seiner Sitzung diese Maßnahme auf den Weg.

Ein Stoppschild mit Haltelinie soll künftig die Verkehrssicherheit an der Einmündung von der Jäger- in die Hauptstraße erhöhen. Bild: Siegfried Bock
Ein Stoppschild mit Haltelinie soll künftig die Verkehrssicherheit an der Einmündung von der Jäger- in die Hauptstraße erhöhen.

Der Gemeinderat Weiherhammer hat am Dienstag mit 11:4 Stimmen die Anbringung eines Stoppschildes einschließlich einer Haltelinie im Bereich der Einmündung Jäger- und Hauptstraße beschlossen. Bürgermeister Julian Kraus verwies diesbezüglich auf Anregungen aus der Bürgerschaft. Eine Ideallösung sei erst nach Genehmigung des neuen Baugebiets an der Straße nach Mantel möglich, meinte er. Nach Einschätzung der Polizei sind die erforderlichen Sichtdreiecke ausreichend groß und bieten im Einmündungsbereich eine ausreichende Sicht auf den Verkehr in der Hauptstraße.

Zudem wird das verpflichtende Anhalten an der Einmündung die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf den Verkehr der Hauptstraße erhöht. Und weiter: Das Anhalten ermöglicht eine bessere Wahrnehmung der Verkehrssituation und trägt somit zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit bei. Die AfD sah dies anders: „Wir sind gegen das Stoppschild, weil durch das Anhalten die Sicherheit sogar gefährdet wird. Die Überquerung dauert länger“, begründete deren Sprecher Harald Hortig die Ablehnung. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderliche verkehrsrechtliche Anordnung zu beantragen und die Umsetzung der Maßnahme zu veranlassen.

Satzungsänderungen

Die Kämmerei hat die Personalkosten der Feuerwehren der Gemeinde aus 2025 neu kalkuliert, sagte Bürgermeister Kraus. Als Mittelwert wurden 39,86 pro Stunde berechnet. Für den neu angeschafften Gerätewagen GW-TS der Löschgruppe Trippach werden in das Verzeichnis der Pauschalsätze für Ausrückkosten 36,70 Euro pro Stunde und für Streckenkosten 4,91 pro Kilometer aufgenommen. Die Satzungsänderung erfolgte einstimmig. Weil die Erschließungsbeitrags-Satzung vom 16. September 1991 nicht mehr der aktuellen Rechtslage entspricht, beschloss das Gremium den Neuerlass ebenso einstimmig.

Neu zu bewerten war die Verkehrssituation im Rahmen des Kinderhausneubaus und dessen Umfeld in Kaltenbrunn, fuhr der Gemeindechef fort. Er stellte die drei Varianten vor. SPD-Sprecher Jürgen Oheim begrüßte die große Variante mit Einbeziehung von Schulstraße und „Am Graben“. Anwohner hätten dies nach einer Befragung befürwortet, bemerkte Bürgermeister Kraus. „In den betroffenen Wohnstraßen ist aufgrund der engen Straßenführung das Fahren mit 50km/h kaum möglich; es geht um die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Aufenthaltsqualität im Wohngebiet und die Minimierung des Unfallrisikos.“

Es spreche nichts gegen eine Tempo-30-Zone, hatte Dominik Zawal von der Polizeiinspektion Eschenbach nach der Ortsbegehung am 9. September betont. Für die CSU-Fraktion sah Severin Hirmer keine absolute einheitliche Meinung. Um einen Schilderwald zu vermeiden, plädierte er für die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante. Der Impuls von der Polizei sei da. Andreas Solter (parteilos) sprach sich dafür aus, die Tempo-30-Zonen gezielt nur an gefährdeten Stellen einzusetzen. Laut CSU-Gemeinderat Georg Tafelmeyer sollte man dann auch die Geschwindigkeit überprüfen. Die Bürgermeister-Hörl-Straße mit einzubeziehen, regte Daniel Schweiger (SPD) an. In der Ausklammerung der Friedhofstraße sah Lukas Zeiler (AfD) einen Kompromiss. Mit 14:1 Stimmen befürwortete das Plenum die Einrichtung einer Tempo-30-Zone nach der Variante 1 ab dem Hopfenweg bis zum Höchfeld, Friedhofstraße mit eingeschlossen.

Berg-Ahorn bleibt erhalten

Im Bereich der Außenanlagen des Kinderhauses hat sich ein zusätzlicher Entscheidungsbedarf ergeben. Auf dem Grundstück befindet sich ein bestehender Berg-Ahorn. Aufgrund der Geländesituation muss der Hang stärker abgefangen werden als in der ursprünglichen Planung vorgesehen. Der finanzielle Aufwand für den Berg-Ahorns ist auf 1700 Euro netto zu beziffern. Zugleich bleibt der bestehende Baum als Schattenspender erhalten. Ohne Gegenstimme wurde das Nachtragsangebot der Firma Schmidt, Garten- und Landschaftsbau aus Schirmitz angenommen.

„In der Ortsdurchfahrt Kaltenbrunn wird durch das Parkverbot aufgrund von Umleitungen nun schnell gefahren“ meinte Daniel Schweiger und regte an, ob hier zusätzlich auf 30km/h reduziert werden kann, denn nicht nur Schulkinder seien gefährdet. Alexander Wagner (CSU) erkundigte sich wegen der Anbringung der Mittelstreifen auf der Staatsstraße in Dürnast. Bürgermeister Kraus will beide Anfragen mit dem Staatlichen Bauamt klären. Weiter gab Kraus bekannt, dass der neue Bauhoftraktor am Freitag, 25.September geliefert wird. Die Gemeinde reinigt die Straßenrinnen und bittet die Bürger, diese Aktion zu unterstützen und die Reinigung künftig eigenständig zu übernehmen. Ferner ergeht ab 1.Oktober der Aufruf zum Rückschnitt von Hecken und Büschen, die in den Straßen- oder Gehwegbereich hineinragen.

Die Sperrung im Höchfeld Kaltenbrunn wird bis Mitte Oktober verlängert, so der Bürgermeister weiter. Ende September/Anfang Oktober beginnen die Markierungsarbeiten im Ortsbereich von Weiherhammer und Kaltenbrunn. Bürgerversammlungen finden am 3. November Weiherhammer und am 5. November in Kaltenbrunn, Ortsteilversammlungen sind am 9. November in Dürnast und am 12. November in Trippach.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.