31.05.2021 - 15:07 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Unterricht mal anders: Brandschutz in Heimat- und Sachkunde

Zunächst per Videokonferenz und dann auch live: Drittklässler der Grundschule Weiherhammer lernten viel über die Feuerwehr und den Brandschutz.

Durch den Präsenzunterricht war es möglich, dass die Feuerwehr Kaltenbrunn kurz vor den Pfingstferien mit ihrem Einsatzfahrzeug in den Pausenhof der Grundschule Weiherhammer kam und Kreisbrandmeister Gerald Wölfl mit seinem Team den Schülern das Einsatzfahrzeug mit allen Ausrüstungsgegenständen erklärte.
von Eva SeifriedProfil

Über längere Zeit behandelte die dritte Klasse der Grundschule Weiherhammer das Thema „Feuerwehr“ im Unterrichtsfach Heimat- und Sachkunde. Da die Schüler zunächst nicht im Präsenzunterricht waren, wurden einiges an Wissen per Videokonferenz übermittelt. Lehrerin Agnes Hehenberger konnte dazu die Feuerwehr Kaltenbrunn gewinne. Den Kontakt vermittelte Kreisbrandrat Gerald Wölfl, der Vater einer Schülerin.

Per Videokonferenz lernten die Drittklässler die Bedeutung der Notrufnummer 112 und die Fragen, die in einem Notfall beantwortet werden müssen. In einem selbstgedrehten Video zeigten die Kaltenbrunner Wehrmänner den Kindern wie man einen Fettbrand löscht und welche Folgen es hat, wenn man das mit Wasser versucht. Ebenfalls in einem Video wurde die Schutzkleidung der Feuerwehr vorgeführt, auch die Ausrüstung für die Atemschutzträger. Die Drittklässler bestaunten noch Bilder der Einsatzfahrzeuge.

An der Videokonferenz waren die Leiterin der Brandschutzerziehung Kaltenbrunn, Celine Speth sowie Stephanie Wölfl, Alexander Fischer und Kreisbrandmeister Gerald Wölfl beteiligt. Die Themen wurden abwechselnd und kindgerecht erarbeitet. Die Brandschutzerziehung konnte wegen der Pandemie nicht an vollen zwei oder drei Unterrichtstage stattfinden.

Als kurz vor den Pfingstferien wieder Präsenzunterricht war, kam Kreisbrandmeister Gerald Wölfl mit einem Teil seines Teams mit dem Einsatzfahrzeug in den Pausenhof der Grundschule und die Schüler konnten nun doch das Fahrzeug bestaunen. Das wichtigste ist die Pumpe, die 2000 Liter Wasser in der Minute fördern kann, wie Wölfl erklärte. Da der Tank nur 1600 Liter fasst, heißt es gezielt löschen. Dann muss Wasser aus den Hydranten bezogen werden.

Wölfl erklärte, das ein Atemschutzgeräteträger bei seinem Einsatz durch das Schwitzen sehr viel Wasser verliert und dann sofort etwas trinken muss. Bestaunt wurde auch der hydraulische Rettungssatz mit Schere und Spreizer. Jeweils zwei Schüler durften die Geräte halten und mussten erfahren wie wahnsinnig schwer diese sind und wie anstrengend es für die Floriansjünger ist, damit zu arbeiten.

Da die Kindergartenkinder des „Fuchsbaus“ ihren Gruppenraum derzeit im Schulhaus haben, kamen diese auch in den Pausenhof, um das Feuerwehrauto zu besichtigen. Rektor Günther Paul freute sich über den Eifer der Schüler.

Auch die Klasse 2/3 der Grund- und Mittelschule Weiherhammer verlegte kürzlich das Klassenzimmer ins Feuerwehrhaus der Gemeinde Weiherhammer. Christian Hierold, Dominik Callejon und Christoph Wagner beantworteten die zahlreichen Fragen der Kinder. Welche Feuerwehren gibt es? Wann wird die Feuerwehr gerufen? Wie schnell ist die Feuerwehr am Einsatzort? Haben Sie bei Einsätzen eigentlich Angst? Die Klasse staunte, was ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz alles anziehen muss.

Nach der Fragerunde besichtigten die Mädchen und Buben die Löschfahrzeuge und lernten die Ausstattung kennen. Abschließend gab es für jedes Kind eine kleine Aufmerksamkeit und etwas Süßes. Alle Schüler waren sich einig, dass der Besuch bei der Feuerwehr ein tolles Erlebnis war, ob im Feuerwehrhaus Weiherhammer, in der Videokonferenz und der Besuch der Kaltenbrunner Wehr im Pausenhof.

Jeweils zwei Schülerinnen und Schüler durften Rettungsspreizer oder Rettungsschere halten und erfuhren, wie wahnsinnig schwer diese Geräte sind und wie anstrengend es für die Feuerwehrleut ist, bei Übungen oder bei einem Einsatz damit zu arbeiten.

 

 

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