Weiherhammer
21.10.2019 - 18:45 Uhr

Wirkungsvolle Wellpappen-Skulpturen

Christian Engel verrät den Besuchern der Vernissage ein kleines Geheimnis. Er kenne die Initiatorin der Wanderausstellung, Susanne Kempf, über die beiden Mütter bereits aus Kindheitszeiten. Zudem habe ihn das Projekt beeindruckt.

BHS-Geschäftsführer Christian Engel begrüßt als Hausherr die Gäste der Vernissage und deren langjährige Initiatorin Susanne Kempf (Mitte) im Lifecycle Building. Bild: bey
BHS-Geschäftsführer Christian Engel begrüßt als Hausherr die Gäste der Vernissage und deren langjährige Initiatorin Susanne Kempf (Mitte) im Lifecycle Building.

Mit einer Vernissage am Sonntagvormittag wurde im Lifecycle Building der BHS Corrugated die Wanderausstellung „Denken, Fühlen, Malen“ mit Gemälden und Skulpturen aus Wellpappe von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) mit den BHS-Geschäftsführern Christian und Lars Engel als Schirmherren eröffnet. Bis 22. November können diese Werke in der Ausstellung besichtigt werden. Ausgestellt sind 35 Werke von 16 Künstlerinnen.

Dass jetzt in der Ausstellung Wellpappe zur Verwendung kommen, sei für ihn natürlich besonders erfreulich, meinte Christian Engel. Außerdem habe ihn vor einigen Jahren ein Vortrag mit der Aussage wie sich Kunst auf den Geist auswirkt, sehr bewegt, sagte Christian Engel in seinem Grußwort.

Susanne Kempf hob die Zusammenarbeit mit Christian und Lars Engel als „sehr angenehm“ hervor. Die Initiatorin erzählte ein Erlebnis vom Aufbau der Ausstellung: Von Auszubildenden der BHS sei sie gefragt worden, was die Bilder ausdrücken sollen, warum werden Skulpturen aus Wellpappe gemacht, warum werden die Werke überhaupt ausgestellt? Die Ausstellung sei jetzt die 37. Präsentation seit dem Jahr 2008 an der sich bisher über 300 Künstler, vor allem des weiblichen Geschlechtes, mit jährlich neuen Bildern beteiligt haben. Christian Engel habe die Idee gehabt als Material für die Exponate Wellpappe zu verwenden. Kempf freute sich über die Anwesenheit von Künstlern aus Wolfsburg und Bochum, Thüringen und Sachsen-Anhalt, die für die Vernissage den langen Weg auf sich genommen haben.

Sinn der Ausstellung ist den MS-Patienten ein wichtiges Selbstwertgefühl, das Bewusstsein, etwas schaffen zu können, zu vermitteln. Dies alles trotz der schweren Erkrankung. Gleichzeitig wird den Patienten bestätigt, von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, das gewonnene Selbstwertgefühl verhilft zu neuem Schwung, schreibt Kempf im Flyer zur Ausstellung. Sänger Peter Wittmann vom Ballhausorchester und Pianist Horst Plößner umrahmten die Vernissage.

 
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