Weihersberg bei Trabitz
28.04.2020 - 13:23 Uhr

„Butzlkouh“ auf Schmunzelstein

Vielleicht hätte auch Loriot seine Freude daran gehabt: Zwar müht sich „seit Corona“ nicht seine Steinlaus ab, die „harten Brocken“ namens Kurzarbeit, Kontaktverbote, Bewegungseinschränkungen und Festabsagen zu zerbeißen.

Am Kopfende der Weihersberger "Schmunzelstein-Schlange" wünschen die Naturpark-Maskottchen "Butzlkouh und Eicherl" den Passanten Gesundheit und Freude. Bild: bjp
Am Kopfende der Weihersberger "Schmunzelstein-Schlange" wünschen die Naturpark-Maskottchen "Butzlkouh und Eicherl" den Passanten Gesundheit und Freude.

Dafür schlängeln sich aber immer mehr Steinschlangen durch die „Steinpfälzer“ Lande – als fröhlicher Zeitvertreib, hoffnungsspendende Mutmacher und Symbole der Solidarität. Auch in Weihersberg und Zessau kann man sich an den farbenfrohen Kieselketten erfreuen.

Im Schlossdorf waren es Katrin Heinlein und ihr Sohn Lukas, die die im Internet initiierte Idee aufgriffen und bei der Franz-von-Paula-Kapelle die ersten buntbemalten „Brocken“ niederlegten. „Inzwischen sind viele Mitglieder unserer Dorfgemeinschaft, quer durch alle Altersgruppen, ihrem Beispiel gefolgt“, freut sich die Weihersbergerin Gabi Wittmann.

Unter den steinernen Farbtupfern finden sich veritable kleine Kunstwerke, auf denen etwa die Naturpark-Maskottchen „Butzlkouh und Eicherl“ oder ein schüchtern-verschmitzt lächelndes Igelkind den Passanten einen aufmunternden Gruß schicken. Regenbögen, Sonnen und Blumen wollen ein Leuchten in die Gesichter der Betrachter zaubern, Botschaften wie „Liebe“ und „Bleibt‘s gsund“ oder ein Bild des Weihersberger Gotteshauses erinnern daran, worauf es nicht nur in Corona-Zeiten wirklich ankommt.

Auch bei der Zessauer Dorfgemeinschaft fühlt sich eines der Frohmut verbreitenden „Reptilien“ wohl und ist bereits auf gute zehn Meter gewachsen. „Egal ob groß oder klein: Wir halten zusammen“, bringt ein Schild vor dem Gemeinschaftshaus die Botschaft der „Schmunzelsteine“ auf den Punkt – verbunden mit der Aufforderung: „Lasst die ‚Freuden-Schlange‘ wachsen! Wer Lust hat, darf gerne einen bemalten Stein dazulegen.“ Vielleicht werden ja noch mehr Glücksschlangenkinder in der Gemeinde Trabitz und anderswo „geboren“?

 
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