Der Anlass für dieses Treffen war die Gründung des Gymnasiums vor 60 Jahren. Die Klosterburg wird seit Anfang des Jahres mit großem Aufwand für die zukünftige Polizeihochschule umgebaut. Deshalb trafen sich die Ehemaligen auf dem Volksfestplatz der Marktgemeinde in einem Zelt. Auch hier kam unter den alten Klassenkameraden viel Wiedersehensfreude auf, und es wurde über die guten alten Zeiten geredet.
Am Samstagnachmittag wurde die ungarische Fahne am Zelt aufgezogen, begleitet von der ungarischen Nationalhymne. Die gute Laune wurde aber durch einen Regenguss abrupt beendet, und die Gäste suchten sichere und trockene Örtlichkeiten auf. Die Abendveranstaltung konnte aber wie geplant stattfinden. Zuerst unterhielt Toth Pál Zoltán mit ungarischer Volksmusik auf seiner Zither das Publikum, später die Band „frozen mash“, die schon vor 50 Jahren bei Faschingsbällen aufspielte. Auch Anwohner aus Kastl fanden sich dazu ein.
Am Sonntagmorgen wanderten viele Ehemalige auf den Berg und besuchten die ungarische heilige Messe. Bewegende Momente waren, als anschließend viele Messebesucher mit der ungarischen Fahne voraus durch die Gemeinde Richtung Zelt pilgerten.
Am Nachmittag war die offizielle Festveranstaltung. Sehr erfreut waren die Organisatoren, dass neben Krisztina Spiller vom ungarischen Generalkonsulat München und Klement Kornél vom Bund Ungarische Organisationen in Deutschland auch alle drei Bürgermeister von Kastl sowie einige Gemeinderäte daran teilnahmen. In der Rede von Bürgermeister Stefan Braun und auch in der des Alumni-Vorstandes wurde die alte Verbundenheit der Schule mit der Marktgemeinde deutlich.
Als letzter Redner hatte Zoltán Szilágyi drei außerordentliche Aufgaben zu erledigen. Zuerst überraschte die Abiturklasse von 1968 nicht nur die Organisatoren, sondern auch Bürgermeister Stefan Braun mit der Rückgabe des alten Wegweisers „Klosterburg -Ungarisches Gymnasium“, der kurz nach der Schließung der Schule verschwunden war. Anschließend plauderte Hermann Schwarzferber aus seiner Jugendzeit, als in den Jahren 1959 bis 1961 im TuS Kastl von elf Fußballern neun aus dem Ungarischen Gymnasium waren. Zudem stellte Fruszina Munkácsy ihr Buch über die Geschichte der Schule von 1958 bis 2006 vor.
Um 18 Uhr wurde die offizielle Veranstaltung mit dem Einholen der ungarischen Fahne beendet.
Die Teilnehmer sahen dieses Jubiläumstreffen als großen Erfolg und gingen mit dem Versprechen heim: „Nächstes Jahr wieder in Kastl!“
Update 10.06.2018 - 18:16 Uhr
Welttreffen der Ehemaligen des Ungarischen Gymnasiums Kastl
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