Beim Entleeren von Restmülltonnen haben sich am Donnerstagvormittag im Weihertal in Wenzenbach Reizgase in einem Müllfahrzeug freigesetzt. Der Fahrer des Müllwagens hatte nach Angaben der Polizeiinspektion Regenstauf über die Fahrzeugkamera eine Gasentwicklung in der Mülltrommel sowie einen chlorartigen Geruch, der bis in das Führerhaus wahrnehmbar war, bemerkt. Kurz darauf klagten sowohl der Fahrer als auch ein weiterer Mitarbeiter der Müllabfuhr über starken Hustenreiz und Kopfschmerzen.
Die Müllentsorgung wurde daraufhin abgebrochen, das Fahrzeug zum Firmensitz in Lappersdorf zurückverlegt. Die alarmierte Feuerwehr Hainsacker nahm Messungen an der Mülltrommel vor und stellte geringe Rückstände von Ammoniak fest. Unter ihrer Aufsicht wurde anschließend die Trommel entleert und der Müll nach möglichen verursachenden Stoffen durchsucht. "Konkrete Hinweise auf die Ursache konnten zunächst noch nicht festgestellt werden", so die Polizei in ihrem Pressebericht weiter. Nach Angaben der Regenstaufer Polizei ist nicht auszuschließen, dass eine bislang unbekannte pulverartige Substanz in Verbindung mit Feuchtigkeit die Gase in der Mülltrommel gebildet hat. Zusätzlich wurde die Berufsgenossenschaft hinzugezogen.
Nachdem die beiden 35 und 40 Jahre alten Mitarbeiter über Hustenreiz und Kopfschmerzen geklagt hatten, brachte der Rettungsdienst sie vorsorglich zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus. Die Polizeiinspektion Regenstauf bittet Zeugen, die Hinweise zur Herkunft möglicher schädlicher Substanzen im Bereich Wenzenbach geben können, sich telefonisch (09402/9311-0) oder per Mail (pi.regenstauf[at]polizei.bayern[dot]de) zu melden.













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