08.12.2019 - 09:45 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Adventskonzert auf hohem Niveau

Das „Mozart Chamber Orchestra“ begeistert im Gedankengebäude der Burg Wernberg mit einem vorweihnachtlichen Konzert der Extraklasse.

Im festlichen Ambiente des Gedankengebäudes begeisterten neben dem versierten Streichorchester auch die Sopranistin Michalina Lukaszewska, die Geigerin Eva Leon und Dirigent Horst Sohm (vorne von links)
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Das international bekannte „Mozart Chamber Orchestra“, geleitet vom renommierten deutschen Dirigenten Horst Sohm, besteht aus befreundeten hochtalentierten Musikern verschiedener Nationen, die auch noch in anderen Orchestern spielen. Das Ensemble konzertiert bei seinen zahlreichen Aufführungen in europäischen Ländern mit Solisten von internationalem Ruf.

Mit dabei war diesmal die junge polnische Sopranistin Michalina Lukaszewska, die zuletzt erfolgreich in Bydgoszcz in der Rolle der Königin der Nacht in der Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ sang. Besonders stolz zeigte sich Dirigent Sohm, dass er mit Eva Leon aus New York eine der aktuell erfolgreichsten Geigerinnen für das Konzert gewinnen konnte. Sie hat mit verschiedenen amerikanischen Orchestern bereits alle großen Violinkonzerte aufgeführt und viele erste Preise gewonnen.

Den Anfang im festlich geschmückten und beleuchteten Gedankengebäude machte das Orchester mit dem locker-leichten „Divertimento in D Dur“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791). Mit weichem melancholischem Ausdruck und markanten Basslinien folgte Georg Friedrich Händels (1685 bis 1759) „Passacaglia in G Moll“.

Die Geigerin Eva Leon aus New York war der bejubelte Star des Abends.

Den ersten Höhepunkt bildeten die folgenden Arien für Sopran, die von Michalina Lukaszewska brillant und gefühlvoll vorgetragen wurden. Es waren das die sehr populären Händel-Arien „Lascia ch`to pianga“ und "Ombra mei fu" aus der Oper „Serse“, gefolgt von Giulio Caccinis (1551 bis 1618) berührendem „Ave Maria“, dessen Text nur aus diesen beiden Worten besteht. Das angetane Publikum spendete großen Applaus. Schon in der Pause konnte man jede Menge begeisterte Kommentare über das Konzert hören.

Beim festlichen „Weihnachtskonzert in G moll“ von Arcangela Corelli (1853 bis 1713) kam Weihnachtsstimmung in den Raum. Als dann die charismatische Violinistin Eva Leon in ihrem tiefroten langen Kleid mit ihrer Geige den Raum betrat, strebte das Konzert dem Höhepunkt zu. Im „Concerto L`Amoroso für Violine und Orchester“ von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) zeigte die Violinistin alle Facetten des Geigenspiels. Getoppt wurde ihre Vorstellung noch in Vivaldis „Der Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“, in dem man "klirrenden Frost, splitterndes Eis, eisige Winde, aber auch die warme Stube" heraushören konnte, wie es der Dirigent treffend formulierte.

Mit den beliebten furiosen „Variationen über ein Thema von Corelli“ des einst überragenden Geigers Fritz Kreisler (1875 bis 1962) ging das großartige reguläre Programm zu Ende. Im grandiosen Zugabestück „Csardas“ von Vittorio Monti (1868 bis 1922) zog die Solistin noch einmal alle Register ihres Könnens und ließ die Finger über die Saiten flitzen. Nach dem tosenden Schlussapplaus wurden noch gemeinsam drei Weihnachtslieder gesungen.

Organisiert hatte das Gastspiel die neue Vincera-Klinik. Mit diesem niveauvollen Konzert hat sich die Einrichtung bestens in das Wernberg-Köblitzer Kulturleben eingeführt. Der Geschäftsführer der Vincera-Kliniken, Berthold Müller, lud die Gäste noch zum Essen in den romantisch beleuchteten und geschmückten Burghof ein. Das Kulturforum schenkte dabei Glühwein aus, an verschiedenen Ständen gab es feine Leckereien und an den Stehtischen wurde vom schönen Konzerterlebnis geschwärmt.

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