Beständige Lions-Hilfe für Pater Gerhard in Südafrika

Wernberg-Köblitz
04.08.2022 - 12:57 Uhr

Der Lions Club Oberpfälzer Wald unterstützt schwerpunktmäßig regionale Hilfsprojekte, doch von Anfang an war das Südafrika-Hilfsprojekt von Pater Gerhard jährlich fest verankert.

Past-Präsidentin Maria Schlögl überreichte Pater Gerhard eine Spende über 1500 Euro.

Als Pater Gerhard Lagleder nun bei einem Vortrag in Luhe seine Arbeit als Missionsbenediktiner und Leiter der Südafrikanischen Malteser (Brotherhood of Blessed Gérard) präsentierte, ergriff Lions-Pastpräsidentin Maria Schlögl die Gelegenheit, um einen Scheck über 1500 Euro – eingenommen durch eine Krapfenaktion des Clubs im Fasching – persönlich zu überreichen. Kontinuierliche Unterstützung, die bitter nötig ist.

Pater Gerhard, ein gebürtiger Regensburger, ist seit über 35 Jahren Missionar im Zululand. Er berichtet, dass der Ukrainekrieg auch weitreichende negative wirtschaftliche Folgen für Südafrika hat. "Auch bei uns sind die Kraftstoffpreise erheblich gestiegen. In der Folge werden auch Lebensmittel – Sonnenblumenöl über 50 Prozent – und alle anderen Güter teurer, aber über 80 Prozent der Bevölkerung in unserer Gegend lebte zuvor schon in Armut – unter 100 Euro Monatseinkommen", erzählt Pater Gerhard. "Viele der uns anvertrauten Kranken und ihre Familien haben gar keine Einkünfte mehr und leiden an Hunger. Wir kümmern uns um sie, haben schon tausende Lebensmittelpakete ausgeliefert und viele sind noch nötig. Wir verteilen auch Decken und Gebrauchtkleidung, um die Not zu lindern". Zu allem Überdruss habe sich im Zululand an Ostern eine schlimme Unwetterkatastrophe ereignet, bei dem das Wasser auch ins Erdgeschoß des Hospizes eindrang und eine der Sozialarbeiterinnen ertrunken sei. "Jetzt versorgen wir auch Opfer dieser Überschwemmungskatastrophe", so Pater Gerhard.

Es werde jedoch zunehmend schwieriger, Spenden zu bekommen, weil sich viele potentiellen Spender erst wegen der Überschwemmungskatastrophe in Westdeutschland und jetzt wegen der notwendigen Hilfe für Ukraineflüchtlinge „verausgabt“ hätten. Ohne Spenden könne die Hilfe – Hospiz, Aids-Behandlung, Nothilfe, Sozialpflege, Kinderheim, Hungerhilfe und Ausbildungsbeihilfen – nicht finanziert werden.

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