28.01.2020 - 17:37 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Dialog mit den Vereinen kommt an

Bürgermeister Konrad Kiener informiert über die neuen Förderrichtlinien und andere Unterstützung

Die Vereinsvorständeversammlung der Marktgemeinde stieß auf reges Interesse. Bürgermeister Konrad Kiener informierte dabei über die neuen Förderrichtlinien der Marktgemeinde, aber auch über andere Dinge, mit denen die Marktgemeinde die Vereinsarbeit unterstützen will.
von Elisabeth WeidnerProfil

Eigentlich war die Vereinsvorständeversammlung im Nebenzimmer anberaumt, doch schnell zeigte sich, dass die Resonanz so groß war, dass man in den Saal des Gasthauses umziehen musste. In seiner Begrüßung freute sich der Bürgermeister über die gute Beteiligung. Gleichzeitig dankte er für das große ehrenamtliche Engagement, das die Vereine das ganze Jahr über an den Tag legen. Konrad Kiener bat die Vereine - insbesondere bei Neuwahlen - die Einträge auf der Vereinsseite der Gemeinde zu prüfen und gegebenenfalls ändern zu lassen, damit die aktuellen Daten und Ansprechpartner dort hinterlegt sind.

Frühzeitig melden

Auch appellierte er an die Vereine, ihre Veranstaltungen möglichst frühzeitig in den Veranstaltungskalender einzutragen. Sicherlich könne man Überschneidungen nicht in jedem Falle vermeiden, aber gegebenenfalls Überschneidungen mit Traditions- und Jubiläumsveranstaltungen. An großen Vereinsjubiläen seien bis dato das 150-Jährige der Feuerwehr Glaubendorf sowie das 70-Jährige der SKK Saltendorf, jeweils im Jahr 2021, bekannt sowie das 150-Jährige der Feuerwehr Oberköblitz im Jahr 2022. Die Homepage der Marktgemeinde biete auch eine Tauschbörse, außerdem können dort Vereine beispielsweise Leihangebote für Garnituren, Zelt oder Toilettenwagen machen.

Mit der Erstellung von verbindlichen Förderrichtlinien habe die Marktgemeinde nun für eine Gleichberechtigung und für Planungssicherheit bei den Vereinen gesorgt. Die Förderrichtlinien gliedern sich in Investitionen, Vereins- und Kulturförderung sowie Jugendförderung. Die genauen Kriterien sowie die entsprechenden Anträge können der Homepage der Marktgemeinde entnommen werden.

Eine Bühne für alle

Bürgermeister Konrad Kiener kündigte an, Landrat Thomas Ebeling zu einer Infoveranstaltung zum Thema Vereinsrecht einzuladen, des Weiteren informierte er darüber, dass die angeschafften Bauzaunfelder, die beim Feuerwehrhaus zum Einsatz kommen, von allen Vereinen kostenlos genutzt werden können, wenn diese dort ein Werbebanner aufhängen möchten. Die Terminabstimmung übernimmt Werner Fischer. Die Vereine können sich kostenlos die vorhandene Bühne, welche zwischenzeitlich mit einem Pavillon überdacht wurde, für ihre Veranstaltungen ausleihen - Terminabstimmung über die Verwaltung.

Sehr am Herzen liegt Kiener das Thema "Nachhaltigkeit bei Vereinsveranstaltungen". Am 29. Januar wird dazu auch ein Workshop in den Räumen der Schule stattfinden. Wenn ein Verein Einweggeschirr verwendet, so sollte hierbei unbedingt Plastikmüll vermieden werden, zum Beispiel durch den Einsatz von Einweggeschirr aus nachwachsenden und kompostierbaren Rohstoffen. Auch denkt die Marktgemeinde über die Anschaffung eines Spülmobils nach.

Im Bereich der Seniorenarbeit habe man bereits einen runden Tisch zur besseren Abstimmung des Angebots gegründet. In Bezug auf die Jugendarbeit sei nun ein Jugendgipfel geplant. Am 6. Februar sind alle Jugendlichen und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 20 Jahre ins Feuerwehrhaus eingeladen, um Interessensschwerpunkte zu sammeln und das Angebot an Jugendveranstaltungen zu erweitern, da das Ferienprogramm meist nur auf jüngere Kinder abzielt. Man möchte junge Leute aber auch motivieren, sich in der Vereinsarbeit mit zu engagieren, um auch dort das Angebot für junge Menschen auszuweiten und besser abzustimmen.

Künftig umsatzsteuerpflichtig

Im Anschluss wurden Themen wie GEZ- und Umsatzsteuerpflicht bei Vereinen erörtert. In der Diskussion war auch, ob die Marktgemeinde Gutscheine für Geburtstagsgratulationen anbieten oder Garnituren anschaffen würde, die sich jeder Verein ausleihen könnte. Bürgermeister Konrad Kiener sicherte zu, dass er die Themen mit in den Marktrat nehmen werde, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass es für die Marktgemeinde zusehends schwieriger werde, nicht zu den hoheitlichen Aufgaben gehörende Dienstleistungen anzubieten, da diese zukünftig umsatzsteuerpflichtig würden.

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