Mit den Planungen ist das Büro Schultes aus Grafenwöhr beauftragt. Bürgermeister Konrad Kiener begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Michael Wagner, der den Ausbauumfang sowie drei Varianten vorstellte. Der Ausbau der Straße beginnt ab der Einmündung bei der Nürnberger Straße und endet bei der Hausnummer 14. Ein weiterer Ausbau mache derzeit keinen Sinn, da die Planungen der Bahn zu einer Veränderung der Bahnbrücke im Zuge der Elektrifizierung nicht bekannt sind.
Für die weitere Planung ist es entscheidend, so Wagner, ob die Paul-Schiedt-Straße künftig vorrangig als Straße für das Wohngebiet oder als Durchgangsstraße mit Begegnungsverkehr konzipiert werden soll. Variante A sieht eine Straßenbreite von fünf Meter vor. Auf der linken Seite ist ein Streifen in Pflasterausführung und auf der rechten Seite ein Multifunktionsstreifen ebenfalls in Pflasterausführung vorgesehen. Beide Streifen sind überfahrbar.
Ausbau erst 2020
Bei den Varianten B und C wäre eine Straßenbreite von 5,50 Metern vorgesehen. Auf der linken Seite befindet sich ein schmaler Grünstreifen und auf der rechten Seite ein überfahrbarer Multifunktionsstreifen. Die Variante C unterscheidet sich von der Variante B durch einen Hochbord zwischen der Fahrbahn und dem Multifunktionsstreifen. Im Hinblick auf Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit empfahl Michael Wagner dem Gremium tendenziell die Variante A.
Bürgermeister Kiener ergänzte, dass das Thema Geschwindigkeit im gesamten Gemeindegebiet diskutiert werde. In der Paul-Schiedt-Straße komme es trotz der inzwischen umfangreichen Beschilderung immer wieder vor, dass Lastwägen hineinfahren und dann Probleme beim Wenden haben. Mit dem Ausbau der Straße könnten hier bauliche Veränderungen geschaffen werden, die diese Situation weiter verbessern. Es entwickelte sich eine intensive Diskussion mit zahlreichen Wortbeiträgen der Marktgemeinderäte, die der Bürgermeister schließlich so zusammenfasste: Das Ingenieurbüro Schultes erstellt die Vorentwurfsplanung auf Basis der Variante A. Die Planungen werden dann den Anliegern vorgestellt. Das Gremium ist sich einig, dass zur Verkehrsberuhigung mobile Hindernisse eingesetzt werden.
Die Gesamtkosten inklusive Baunebenkosten für die Sanierung des Regenüberlaufbeckens I mit Anbindung der Überlaufbecken II und III summieren sich auf annähernd 800 000 Euro: Diese Zahlen ergeben sich aus der Entwurfsplanung des beauftragten Ingenieurbüros Seuß, die Claudia Scharnagl dem Marktrat vorstellte. Demnach sind in den Überlaufbecken I und II Rohrleitungen, Maschinen- und Elektrotechnik sowie sonstige Installationen veraltet und teilweise nicht mehr funktionsfähig. Es bestehen punktuell optische Schäden an den Bauwerken und es sind keine Mengenmessungen des Abflusses zur Kläranlage bzw. am Überlauf möglich. Hinzu kämen erhebliche Mängel hinsichtlich der aktuellen Vorschriften. Im Becken III ist lediglich die Steuerungstechnik veraltet, die beiden anderen sind steuerungstechnisch nicht vernetzt.
Förderung abklären
Bürgermeister Kiener wies darauf hin, dass diese Kosten in der bisherigen Haushalts- und Finanzplanung nicht enthalten sind. Die Fördermöglichkeiten sind noch mit dem Wasserwirtschaftsamt abzuklären. Einstimmig billigte der Marktgemeinderat die Entwurfsplanung. Auf dieser Basis soll die Ausführungsplanung sowie die öffentliche Ausschreibung erfolgen, sobald die baufachliche Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamt Weiden vorliegt.
Für die weiteren Planungen und die Ausschreibung zur Erneuerung der Paul-Schiedt-Straße ist eine Bodenuntersuchung notwendig. Fünf Büros wurden aufgefordert, ein Angebot zu unterbreiten, vier haben abgegeben. Das wirtschaftlichste Angebot kam vom Büro „mplan“, Grafenwöhr mit einem Angebotspreis von 6260 Euro.



















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