12.07.2019 - 15:41 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Große Enttäuschung in Wernberg-Köblitz wegen Nein zur Petition

Die Petition zur Bildung einer 5. Klasse wurde im Bayerischen Landtag abgelehnt - Folgewirkungen als Grund der Ablehnung

Toni und Jana Licha, Schulleiterin Diana Neidhard und Bürgermeister Konrad Kiener zeigen sich enttäuscht über das Scheitern der Petition
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Die Enttäuschung in der Marktgemeinde ist verständlicherweise groß. Im nächsten Jahr wird es keine fünfte. Klasse mehr in der Mittelschule Wernberg-Köblitz geben. So lautete bereits das Ergebnis aus der Verbundausschusssitzung Ende Juni. Somit wäre an der Mittelschule keine Klasse mehr vorhanden und die Einrichtung würde als inaktiv geführt (wir berichteten). Daraufhin haben sich nach einer Elternversammlung Jana Licha, Bürgermeister Konrad Kiener und Schulleiterin Diana Neidhardt mit einer Petition an den Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags gewandt, um die Fünfte im Ort zu "retten".

Der Bildungsausschuss hat am Donnerstag getagt und die Petition für eine Zuweisung von zusätzlichen standortgebundenen Lehrerstunden für Wernberg-Köblitz abgelehnt. Jana Licha und Bürgermeister Konrad Kiener waren als Petitionäre zur Ausschusssitzung geladen und verfolgten live die Behandlung der Eingabe. Nach Aufruf der Petition durch die stellvertretende Ausschussvorsitzende wurde durch zwei Abgeordnete als Berichterstatterinnen der Sachverhalt an der Mittelschule Wernberg-Köblitz erläutert.

Die Vertreter des Kultusministeriums argumentierten hauptsächlich mit der zu geringen Anzahl an Schülern in der beantragten Klasse und der sich daraus ergebenden Folgewirkung auf ganz Bayern. Der Ausschuss diskutierte sehr konträr die vorgebrachten Argumente und würdigte sowohl die konkrete Situation an der Schule, als auch die Gesamtsituation an den Mittelschulen in Bayern.

"Uns war es wichtig, mit dabei zu sein, um zu dokumentieren, dass uns die Mittelschule am Herzen liegt. Positiv war ich überrascht, dass mir Rederecht eingeräumt wurde und ich so unseren Standpunkt näher erläutern und gute Argumente vorbringen konnte. Kurzzeitig hatten wir sogar die Hoffnung auf eine positive Entscheidung. Auch wenn nun die Petition nicht erfolgreich war, können wir uns nicht vorwerfen, wir hätten es nicht versucht. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Unterstützern, die uns fleißig die Daumen gedrückt haben", so das Fazit von Bürgermeister Konrad Kiener.

Jana Licha meinte dazu: "Es war interessant zu sehen, wie so etwas behandelt wird. Die Abgeordneten haben großes Verständnis für unsere Anliegen in der Petition gezeigt. Die Ablehnung ist wohl nur aus rechtlichen Gründen erfolgt."

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