Wernberg-Köblitz
07.03.2019 - 14:23 Uhr

Holzfäller erobern Burgwald

Von einem "Dornröschenschlaf" kann man bei der Burg Wernberg nun wirklich nicht sprechen. Dennoch schränken hohe Douglasien den Blick auf das Wahrzeichen ein. Und auch die Sicherheit ist ein Thema. Deshalb rücken die Holzfäller an.

Weitere Wasserentnahmestellen wird es aus Kostengründen im Wernberger Friedhof nicht geben. Als Kompromiss werden Gießkannen-Transportwägen angeschafft. Bild: kö
Weitere Wasserentnahmestellen wird es aus Kostengründen im Wernberger Friedhof nicht geben. Als Kompromiss werden Gießkannen-Transportwägen angeschafft.

"Baumfällung im gemeindlichen Burgwald entlang der Graf-Schall-Straße" war ein Tagesordnungspunkt auf der jüngsten Marktratssitzung. Bürgermeister Konrad Kiener berichtete von einer Ortsbegehung mit dem Forstamt. Eine große einzelne Douglasie würde beim Umstürzen die Burg treffen.

Im vorderen Bereich entlang der Straße gehe auch eine Gefahr durch die Bäume für die angrenzenden Hauser aus. Außerdem seien alle Douglasien erntereif. Das Forstamt habe deshalb empfohlen, alle Douglasien zu entfernen. Insgesamt würden etwa 100 Euro Festmeter in Zusammenarbeit mit der Waldbesitzervereinigung gefällt. Eine Nachbepflanzung sei nicht erforderlich, da unter den Douglasien bereits Jungwuchs vorhanden sei. Einstimmig sprach sich der Marktgemeinderat für diese Vorgehensweise aus.

Transportwagen

Im Zug der Neugestaltung des Wernberger Friedhofs im Bereich zwischen Leichenhaus und Kalvarienberg wurden auch die Wasser-Schöpfstellen erneuert und an zentralen Stellen entlang des Aufgangs zum Missionskreuz errichtet. Laut Bürgermeister Kiener wurde nun mittels einer Unterschriftenliste von 53 Grabbesitzern und deren Angehörigen beantragt, die beiden abgebauten Wasserstellen wieder zu errichten.

Kiener informierte, dass dazu die Neuverlegung der Wasserleitung um neugestalteten Bereich erforderlich wäre. Pro neuer Schöpfstelle würden einschließlich der Wasserzuleitung Kosten von rund 10 000 Euro anfallen. Mit Blick auf den großen Aufwand lehnte der Marktrat den Antrag ab. Zustimmung fand allerdings der Vorschlag des Bürgermeisters, pro Wasserstelle einen Transportwagen für Gießkannen anzuschaffen.

In Eigenregie

Von einem Dorfbewohner aus Neunaigen wurde der Antrag gestellt, am Sportplatz in Neunaigen Spielgeräte in Eigenregie ohne Kostenbeteiligung des Marktes zu errichten. Die im Dorferneuerungsplan enthaltene Spielplatzgestaltung musste aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden. Nach Ansicht des Antragstellers bestehe aber die Notwendigkeit, schon jetzt Spielgeräte anzuschaffen. Dem Antrag des Dorfbewohners, entsprechend zertifizierte Geräte in Eigenregie zu errichten, stimmte der Marktrat einmütig zu.

Für die Gleichstromtrasse Süd-Ost-Link liegen im Zug der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung die Antragsunterlagen noch bis zum 12. März aus. Sie können im Rathaus der Stadt Weiden oder auch auf der Homepage der Bundesnetzagentur eingesehen werden.

Die Burg wird wieder besser in den Blickpunkt rücken: Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen werden die Douglasien entlang der Graf-Schall-Straße entfernt. Bild: kö
Die Burg wird wieder besser in den Blickpunkt rücken: Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen werden die Douglasien entlang der Graf-Schall-Straße entfernt.
Wahllokal bleibt:

Bei einer Dienstversammlung der Feuerwehr Woppenhof wurden die beiden Kommandanten neu gewählt: 1. Kommandant ist Thomas Klinger, 2. Kommandant Alfred Lindner junior. Die Bestätigung durch den Marktrat war reine Formsache unter der Auflage, dass die vorgeschriebenen Lehrgänge innerhalb eines Jahres absolviert werden. Für die anstehende Europawahl wurde das Jugendheim als Wahllokal bestimmt. Aus dem Marktrat lag eine Anregung vor, dafür den Kindergarten zu nutzen. Bürgermeister Konrad Kiener informierte, dass eine Prüfung ergeben habe, dass dies nur mit einem erheblichen Aufwand möglich wäre (Ausräumen, Reinigen). (kö)

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