Mit Kinderrestaurant und Snoezelen: Die neue Offene Ganztagsschule

Wernberg-Köblitz
20.07.2022 - 13:46 Uhr

Mit einem grandiosen Kinderfest begleitet die Grund- und Mittelschule Wernberg-Köblitz die Einweihung der Offenen Ganztagsschule. Bis zu 125 Kinder finden hier einen Platz für eine Nachmittagsbetreuung.

Im Gegensatz zur Ganztagsschule orientiert sich die Offene Ganztagsschule (OGTS) an der Struktur einer Halbtagsschule und bietet nach dem Unterricht ein zusätzliches, freiwilliges Nachmittagsprogramm. In der Grund- und Mittelschule Wernberg-Köblitz bot sich die Errichtung einer OGTS geradezu an, wie Wolfgang Geitner vom zuständigen Bauamt ausführte.

Die Hauptschule wurde wegen zu geringer Schülerzahlen auf die Nachbarkommunen verteilt, dadurch standen die Klassenräume leer. Erste Gespräche für eine Weiternutzung als OGTS fanden bereits 2019 mit der Regierung der Oberpfalz statt. „Damit wollte die Gemeinde ihren Anspruch als familienfreundliche Gemeinde untermauern“, wie Bürgermeister Konrad Kiener in seiner Begrüßungsrede ausführte. Die Auszeichnung mit der Goldmedaille auf Landkreisebene gab ihm in dieser Beziehung Recht.

Entspannung nach dem Unterricht

Mit der Planung wurde Architekt Konrad Kraus aus Nabburg beauftragt. Ihm ist es gelungen, das pädagogische Konzept einer OGTS auf allen Ebenen umzusetzen. Die Unterbringung in den bestehenden Räumen hat sich als vorteilhaft erwiesen. Lediglich ein Küchenanbau war notwendig. Die Küche ist als Regenerierküche eingerichtet und nicht nur als reine Ausgabeküche. Derzeit erfolgt die Verpflegung über Catering durch die örtliche Gastronomie. An die Küche schließt sich das Kinderrestaurant mit eigener Terrasse an. Nach dem anstrengenden Schulunterricht bietet sich den Kindern die Möglichkeit, im Snoelzlenbereich die notwendige Entspannung zu finden. Die OGTS ist insgesamt barrierefrei angelegt. Sie bietet Platz für fünf Gruppen zu je 25 Kinder.

Im ersten Schritt ist die Belegung mit 75 Kinder geplant. Im Zuge der Umbaumaßnahmen konnte auch die sich anschließende Kleinsporthalle generalsaniert und zu einem Bewegungsraum für die Schule umgebaut werden. Der gesamt Umbau dauerte 14 Monate und fand unter laufendem Schulbetrieb ab. Dies erforderte viel gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis. „Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten und trotz der Einschränkungen durch Corona hat alles bestens funktioniert“, dankte Wolfgang Geitner für den reibungslosen Ablauf. Als Kooperationspartner konnte das BRK gewonnen werden in dessen Händen auch die Trägerschaft liegt.

Gute Förderung

Die Gesamtkosten für der OGTS liegen bei 1,9 Millionen Euro, davon beträgt der Gemeindeanteil 850 000 Euro. „Ohne die großzügige Förderung durch den Bund und den Freistaat wäre die Errichtung der OGTS allein durch die Marktgemeinde nicht möglich gewesen“, richtete Bürgermeister Kiener seinen Dank an die Geldgeber. Zu den ersten Gratulanten zur neuen OGTS gehörte Landrat Thomas Ebeling, der besonders die Offenheit des Marktrates zu diesem Projekt heraushob. Die Einweihung nahmen Pfarrerin Heidi Landgraf und Pfarrer Markus Ertl vor. Im Anschluss hatten die Bürger die Möglichkeit, die neue Einrichtung zu besichtigen.

Die Einweihungsfeier war nicht nur ein Festtag für die Gemeinde, auch die 160 Schüler der Grundschule feierten diesen Freudentag gebührend mit. Schulleiterin Christine Losch und der gesamte Lehrkörper hatten alles aufgeboten, um die Eltern der Schüler und die vielen Gäste bestens zu unterhalten. Das gesamte Atrium der Schule wurde zur Bühne für Musik und Tanz. Die Verköstigung der Gäste mit Kaffee und Kuchen oder Gegrilltem hatte der Elternbeirat übernommen.

 
 

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