Bereits am Sonntagmorgen knatterten die ersten Zweitakter durch den kleinen Ort an der A6. Vom Roller, Mofa, Moped oder Motorrad war alles vertreten, was das Herz eines echten Oldtimerfans höher schlagen ließ. Der typische Zweitaktsound und die blauen Benzinwolken verbreiteten echtes "Trabifeeling", nur eben auf zwei statt auf vier Rädern. Die ersten fünf Treffen dieser Art fanden bisher in Michldorf statt. Aber seit der Vorsitzende Daniel Retzer seinen Wohnort nach Woppenhof verlegt hat, ist der "Schreinerhof" das Ziel der Mopedfreunde.
Eine Kreidler Florett, eine Herkules K50 oder K80, eine Zündapp oder DKW waren in den 60er und 70er Jahren der Wunschtraum vieler junger Leute. Sie waren der Inbegriff der Mobilität. Auch heuer ließen sich annähernd 1000 Besucher das Spektakel nicht entgehen. Um als Oldtimer anerkannt zu werden, sollten die Maschinen älter als Baujahr 1985 sein. Es ist schon erstaunlich, wie viele dieser Gefährte noch auf den Straßen unterwegs sind. Einige sahen aus, als ob sie gerade das Fließband verlassen hätten, andere zeigten dagegen deutliche Gebrauchsspuren. Doch für alle galt: "Hauptsache es knattert noch ein wenig."
Pünktlich um 14 Uhr erfüllte ein Höllenlärm den Ort und blauer Benzindunst lag in der Luft. Auf seiner Herkules startete Daniel Retzer die Rundfahrt. Das Ziel war in diesem Jahr Pfreimd. Vor der Landgraf-Ulrich-Halle legte der Korso einen Zwischenstopp ein. Hier zeigte es sich, dass unter der rauen Schale der Biker ein großzügiges Herz schlägt. Viele der Teilnehmer beteiligten sich an der Typisierungsaktion für den sechsjährigen Moritz, der an Blutkrebs leidet. Eine spontane Sammelaktion brachte dann auch noch eine stattliche Summe ein, die dem BRK zur Verfügung gestellt worden ist.
So wurde neben dem Spass am Fahren auch noch Gutes getan. Nicht alle der altersschwachen Vehikel schafften den Weg zurück nach Woppenhof. Für sie endete die Fahrt am Werkstatthänger. Im Garten des Schreinerhofes wurde dann mit der Band "Hotlane 69" gemütlich gefeiert. Vorsitzender Daniel Retzer dankte Bürgermeister Konrad Kiener für die Unterstützung durch die Marktgemeinde und seinem Besuch beim Mopedtreffen. Die Feuerwehr Woppenhof hatte die Verkehrsregelung übernommen und bei der Verpflegung der Gäste mitgeholfen.
















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