Wernberg-Köblitz
12.05.2023 - 12:08 Uhr

Sechs Migranten am Bahnhof Wernberg ausgesetzt

Unbekannte schleusten in der Nacht auf Donnerstag sechs Migranten ein und setzten sie am Bahnhof Wernberg ab. Jetzt ermittelt die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen.

Die Polizei griff in der Nacht auf Donnerstag sechs Migranten auf, die von Unbekannten am Bahnhof in Wernberg abgesetzt worden waren. Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Die Polizei griff in der Nacht auf Donnerstag sechs Migranten auf, die von Unbekannten am Bahnhof in Wernberg abgesetzt worden waren.

Eine Streife der Polizeiinspektion Nabburg wollte am Donnerstag gegen 0.40 Uhr drei Männer am Bahnhof Wernberg kontrollieren. Wie aus dem Bericht der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen hervorgeht, gaben zwei von ihnen sofort Fersengeld. Sie wurden aber schnell von den Beamten eingeholt und gestellt. Den Polizisten gegenüber gaben die Syrer laut Polizeimitteilung zu verstehen, dass sie keine Ausweispapiere vorlegen können.

Während der Kontrolle kamen zwei weitere Männer hinzu. Sie erklärten den Beamten, dass sie in Fürth leben, Verwandte der eben kontrollierten Personen seien und sie abholen wollten. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge waren die drei Syrer nach Deutschland geschleust worden. Mit einem Taxi gelangten sie dann zum Bahnhof Wernberg, wo sie von ihren Verwandten abgeholt werden sollten.

Eine Streife der Bundespolizeiinspektion Waidhaus wurde in der Folge nach Wernberg gerufen. Nachdem die Beamten eingetroffen waren, erreichte ein Taxi den Bahnhof Wernberg. Der Fahrgast gab laut Polizei ebenfalls an, Verwandte abholen zu wollen. Da er noch mit seinen Verwandten telefonierte, suchten die Beamten das Gelände des Bahnhofs Wernberg ab und entdeckten drei weitere syrische Migranten ohne Ausweispapiere.

Die zuständige Bundespolizeiinspektion Waldmünchen hat nun Ermittlungen wegen des Einschleusens von Ausländern aufgenommen. Die sechs Männer im Alter von 25 und 37 Jahren erwartet eine Anzeige wegen unerlaubter Einreise. Die Bundespolizisten leiteten sie an die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Regensburg weiter. Auch die drei Männer, die ihre eingeschleusten Verwandten abholen wollten, erhielten Anzeigen wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise.

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