Eigentlich führt die Nabburger Polizei die jährlichen Sicherheitsgespräche mit den Bürgermeistern im Bereich der Polizeiinspektion – also im nördlichen Landkreis – normalerweise bis spätestens Mai. Wernberg-Köblitz machte heuer eine Ausnahme, so dass die Daten schon zehn Monate und mehr auf dem Buckel hatten, die diese Woche im Rathaus vorgestellt wurden. Polizeichef Roland Heldwein und sein Stellvertreter Stefan Weinberger breiteten die Statistik des Jahres 2017 aus und nannten auch die Häufigkeitszahl für den Markt. Sie liegt bei 37 Straftaten pro 1000 Einwohnern und damit recht niedrig, etwa auf dem Level des benachbarten Pfreimd (Oberpfalz-Durchschnitt: 48).
Da Roland Heldwein erst seit Februar 2018 die PI Nabburg leitet, übernahm Stefan Weinberger die Präsentation der Daten aus dem Jahr 2017. Er berichtete von einem Rückgang der Straftaten von 240 auf 210 in den beiden letzten Jahren und einer Aufklärungsquote von 78 Prozent. Bürgermeister Kiener vernahm diese Zahlen mit Freude, signalisieren sie doch einen stetigen und sehr deutlichen Rückgang der Straftaten in den vergangenen zehn Jahren. 2008 beispielsweise wurden noch 431 Straftaten registriert – also mehr als das Doppelte des letzten Jahres. „Die Kontrolldichte in Wernberg-Köblitz ist hoch“, wusste Weinberger und verwies auf die Kollegen vom Zoll, der Bundespolizei und auch der PI in Weiden, die im Bereich der Marktgemeinde Einsatz seien. „Für mich ist auch die gute Aufklärungsquote wichtig“, betonte der Bürgermeister, und freute sich, dass von der Polizei Streife gefahren wird: „Das ist wichtig, dass das die Leute sehen.“
Als positiv stellte die Gesprächsrunde heraus, dass die neuen Pächter der Tankstelle am „Cafe24“ eine Videoanlage zur Überwachung der Tankvorgänge installiert haben. Der Vorgänger hatte noch darauf verzichtet, was Tankbetrügereien Vorschub leistete – die dann wieder in der Polizeistatistik aufgetaucht sind. „Hier gab es einen Rückgang von 80 auf fast null“, informierte Weinberger. Gut sei auch, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche mit nur einem Vorfall im Jahr 2017 sehr niedrig sei. Die Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz gingen von 2016 auf 2017 um die Hälfte auf elf Fälle zurück.
Polizeichef Heldwein wies abschließend noch darauf hin, dass für einen Termin im November über die Seniorenbeauftragte Anneliese Fiedler ein Vortrag mit der Polizei organisiert wurde. Dabei wird es um Vorbeugung gehen.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.