Wernberg-Köblitz
14.06.2018 - 20:17 Uhr

Update für die Verwaltung

Im Wernberg-Köblitzer Rathaus und in den Außenstellen wird noch mit dem Betriebssystem Windows 7 gearbeitet. Zeit für ein Update der Ausstattung.

(cv) Der Support für Windows 7 wird von Microsoft 2020 eingestellt. Deshalb müssen heuer und im nächsten Jahr die Rechner ausgetauscht werden, um keine Sicherheitslücke im Netzwerk entstehen zu lassen, erläuterte Bürgermeister Konrad Kiener den Markträten in der letzten Sitzung. Heuer werden 15 Arbeitsplatzrechner ausgetauscht. Das günstigste Angebot liegt bei 9639 Euro brutto. Das ist nicht alles: Um mit der Digitalisierung im Rathaus voranzukommen, sind einige Neuanschaffungen notwendig. Jede Kommune ist mittlerweile zu einem Informationssicherheitsmanagementsystem verpflichtet. Ein sogenanntes ISMS-Bundle kostet 2400 Euro. Außerdem soll das Besprechungszimmer des Rathauses ein 65-Zoll-Touch-Display erhalten, damit künftig bei Besprechungen und Sitzungen Dokumente in digitaler Form präsentiert werden können. 4973 Euro sind dafür einzuplanen, für ein Surface mit Tastatur 1511 Euro. Ein Zusatzmodul braucht das Lohnprogramm, um die aufwendige manuelle Erfassung der Datensätze für Entgeltersatzleistungen überflüssig zu machen. Es kostet 2261 Euro.

Luft im Haushalt

Im Haushalt ist ein Ansatz von 58 000 Euro vorhanden. Bisher wurden 10000 Euro für die neue Einwohnermeldeamts-Software benötigt. 21000 braucht der Markt noch für die gemeindliche Homepage, die IP-Umstellung der Telefonanlage im Rathaus und in der Schule sowie für die Umstellung der Faxlösung im Rathaus. Somit sind noch 27000 Euro vorhanden. Einstimmig wurden die Aufträge vergeben. Markträtin Maria Schlögl regte an, auch im Sitzungssaal im Feuerwehrgerätehaus ein Touch Display vorzusehen.

Alle Kommunen müssen laut neuer Datenschutzgrundverordnung einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Diese Aufgabe lag bisher bei Lisa Götz, die aber die Leitung des Einwohnermeldeamtes übernommen hat. Die Verwaltung schlug als Nachfolgerin Sabine Ring vor. Sie ist vor allem im Bereich des Einwohnermeldeamtes und im Standesamt beschäftigt. Hier ergeben sich die meisten Fragen zur Problematik Datenschutz. Der Marktrat fand diese Lösung sinnvoll.

Einen gemeindlichen Zuschuss gibt es für die Feuerwehr Saltendorf. Sie hat sich im Zuge der Dorferneuerung für den Kauf einer neuen Küche für 3100 Euro entschieden. Marktrat Bernhard Hagn hatte in der letzten Sitzung darauf hingewiesen, dass andere Feuerwehren von der Gemeinde Zuschüsse erhielten. Bürgermeister Kiener hat nachgelesen: Zuschüsse für Einrichtungen gab es schon für die Feuerwehren Woppenhof und Losau-Schiltern. Der Markt steuerte einen 25-prozentigen Anteil bei. Folglich erhält jetzt auch die Feuerwehr Saltendorf 775 Euro.

Die Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamtes genehmigte den Haushalt 2018. Sie wies darauf hin, dass die Gesamtverschuldung weit über dem Landesdurchschnitt liegt und eine Rückführung dringend anzustreben ist. Außerdem wird eine Anhebung der weit unter dem Landesschnitt liegenden Steuerhebesätze für Grundsteuer A und B angeregt.


"Noch ergebnisoffen"

Im Kreisausschuss wurde laut Kiener bekannt gegeben, dass sich Schmidgaden um eine mögliche Unterbringung des sonderpädagogischen Förderzentrums, das bisher in Nabburg angesiedelt ist, beworben hat. "Das ist ergebnisoffen" betonte Kiener, der beim Landratsamt nachgefragt hatte. "Sie werden auch unsere Schule anschauen". Wenngleich sich der Markt ebenso mit allen Mitteln bemühe, "unsere Mittelschule zu halten".

Was die vermeintliche Ersatzpflanzung im Friedhof Saltendorf anbelangt, hat der Bürgermeister das Protokoll nachgelesen. Demnach wurde das nicht explizit beschlossen. Falls ein Ersatzbaum gewünscht werde, müsse man sagen, welche Art wo gepflanzt werden solle.

 
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