Wernberg-Köblitz
03.05.2019 - 12:42 Uhr

Wasserleitung und Straße

Dass etwas günstiger wird, ist eher selten. Eine angenehme Überraschung gibt es bei der Auftragsvergabe für die Erneuerung der Wasserleitung Deindorf-Woppenhof. Das Ausschreibungsergebnis liegt zwölf Prozent unter der Berechnung.

Die Straße im Bereich Damelsdorf-Siedlung wird nach den Wasserleitungs- und Kanalarbeiten komplett neu asphaltiert. Bild: Weidner
Die Straße im Bereich Damelsdorf-Siedlung wird nach den Wasserleitungs- und Kanalarbeiten komplett neu asphaltiert.

Ursprünglich war geplant, die Wasserleitungen Deindorf-Woppenhof und Alletshof-Kötschdorf quasi in einem Aufwasch zu erneuern. Aufgrund der angespannten Haushaltslage kommt vorerst nur Deindorf-Woppenhof zum Zug. Bürgermeister Konrad Kiener informierte in der jüngsten Marktratssitzung (wir berichteten), dass die Antragsunterlagen an 20 Firmen verschickt wurden, von denen sechs ein Angebot abgaben.

Neue Asphaltdecke

Wirtschaftlichster Bieter ist die Firma Haimerl aus Viechtach, die mit einer Angebotssumme von 107 769 Euro einstimmig den Auftrag erhielt. Laut Kiener liegt das Angebot um zwölf Prozent unter der Kostenberechnung von 122 570 Euro. Eingeplant sind auch 5 000 Euro für eventuelle Bodenuntersuchungen. Im Bereich Damelsdorf-Siedlung wurden Kanäle und Wasserleitung erneuert. Von der ursprünglichen Asphaltdecke blieb durch die Aufgrabungen nicht mehr viel übrig. Der Marktrat stimmte daher der Erneuerung der kompletten Asphaltdecke einstimmig zu. Die errechneten Kosten von rund 50 000 Euro werden als überplanmäßige Ausgaben im Haushalt eingestellt.

Die Umsatzsteuerumstellung wirft ihre Schatten voraus. Bei der Finanzverwaltungssoftware CIP-KD setzt der Markt bereits auf die Firma Kommuna. Nun steht das Anordnungswesen und die Rechnungsstellung an. Alle Anordnungen werden künftig nur noch elektronisch angeordnet und freigegeben. Die Rechnungsstellung ist notwendig, damit die ordnungs- und sachgemäße Rechnungsstellung nach dem Umsatzsteuergesetz gewährleistet ist. Die einmaligen Anschaffungskosten für das Anordnungswesen betragen 8 300 Euro und für die Rechnungserstellung 3 000 Euro. Die Einführung ist für den Herbst geplant.

Heuer kein Badebus

Das Prozessleitsystem in der Kläranlage ist derzeit auf einen Server mit dem Betriebssystem Windows 7 installiert. Dieses wird im Jahre 2020 eingestellt. Um Sicherheitslücken im Netzwerk zu vermeiden, wird das Leitsystem auf Windows 10 umgestellt. Die Kosten dafür belaufen sich auf 5 466 Euro. Bürgermeister Kiener informierte, dass die Umstellung demnächst auch das Wasserwerk betrifft. Insgesamt sind im Haushalt 20 000 Euro eingeplant. Mit Beginn der Pfingstferien hat der Markt in den vergangenen Jahren einen Badebus nach Perschen eingesetzt. Die Nutzerzahlen sind stark rückläufig. An vielen Tagen wurde der Bus nur von zwei bis drei Personen in Anspruch genommen.

Im Jahre 2015 gab es 37 Fahrten mit 442 Teilnehmern; dafür fielen Kosten in Höhe von 8 146 Euro an. Im Jahr 2018 war der Badebus 55 mal unterwegs und beförderte nur 192 Personen bei Buskosten von 7 540 Euro. Der Marktrat entschied, dass der Badebus heuer nicht eingesetzt wird. Zu einer Anfrage wegen der zuverlässigen Verkehrslast auf der Einhausung des Schilternbaches am Marktplatz im Bereich der Kunstspur informierte der Bürgermeister, dass hier zwei Schwerlastfahrzeuge mit je drei Achsen stehen können bei einer Radlast von 6,8 Tonnen und einer Achslast von 13,6 Tonnen. Zur Abholzaktion bei der Burg teilte Kiener mit, dass die Maßnahme noch nicht abgeschlossen ist und der Weg voraussichtlich bis Ende September wieder hergerichtet wird, wenn die Bäume wie geplant entfernt sind und auch die Anpflanzung erledigt ist.

Hintergrund:

Wasserversorgung und Photovoltaik

Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband hat den Jahresabschluss 2017 für das Wasserwerk und die Photovoltaikanlagen des Marktes Wernberg-Köblitz erstellt. Es ergibt sich demnach eine Bilanzsumme von 10 639 578 Euro mit einem Jahresgewinn von 108 094 Euro. Die Wasserversorgung erwirtschaftete ein Plus von 95 562 Euro. Bei den PV-Anlagen auf der Schule und den Gemeinschaftshäusern ergibt sich ein Gewinn von 12 532 Euro. (kö)

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