27.04.2021 - 14:24 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Im Wernberg-Köblitzer Gemeindewald den Herausforderungen der Zukunft gerecht werden

Bürgermeister Konrad Kiener, Forstdirektor Alwin Kleber und Revierförster Hubert Amode (von links) bei der Übergabe des Forstbetriebsgutachtens für den Gemeindewald.
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Forstdirektor Alwin Kleber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf überreichte Bürgermeister Konrad Kiener im Beisein des Revierleiters Hubert Amode ein neues Forstbetriebsgutachten, das die forstlichen Maßnahmen für den Gemeindewald für die nächsten 20 Jahre vorgibt.

"Aufgrund erheblicher Flächenveränderungen und auch durch Sturmschäden in den vergangenen Jahren im Gemeindewald ist eine Zwischenrevision mit einhergehender Neuerstellung des Forstbetriebsgutachtens notwendig geworden. Das vom Forstsachverständigen Michael Graf erstellte Gutachten regelt die Bewirtschaftung des jetzt etwa 37 Hektar großen Waldbesitzes. Die Betriebsleitung wird durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wahrgenommen", erklärte Forstdirektor Kleber.

Insgesamt betrage der Hiebsatz im gesamten Waldbesitz rund 100 Erntefestmeter im Jahr. Die daraus folgenden waldbaulichen Maßnahmen würden den Erfordernissen des Waldes in vollem Umfang gerecht. Derzeit weise er eine nahezu ideale Verteilung von Laub- und Nadelholz auf. Beim Nadelholz sollen die Anteile der besser klimaangepassten Baumarten Lärche und Tanne zu Lasten von Fichte und Kiefer bemessen erhöht werden. Beim Laubholz sollen neben der führenden Eiche die Buche und das Edellaubholz (etwa Ahorn, Esskastanie und Ulme) an geeigneten Standorten das sogenannte Wechsellaubholz (vor allem Birke und Espe) ersetzen.

Kleber betonte, dass durch die anstehenden Pflegearbeiten der Bestände die Voraussetzungen gegeben seien, den Unwägbarkeiten der Zukunft widerstehen zu können. "Vor allem die Folgen des Klimawandels mit seinen sich häufenden Wetterextremen, wie Stürmen, langen Trockenphasen und der damit verbundenen Insektengefahr, werden den Wald in bisher nicht gekanntem Ausmaß treffen. In den nächsten 20 Jahren fallen somit durch die Verjüngungstätigkeit und der Pflege der jüngeren Waldflächen entscheidende Weichenstellungen für den Gemeindewald des nächsten Jahrhunderts." Da im vergangenen Planungszeitraum schon viel Positives in dieser Hinsicht geschaffen wurde, könne Förster Hubert Amode zusammen mit den Verantwortlichen vor Ort weiter für das Wohl des Waldes wirken, "um den Herausforderungen der Zukunft gerecht werden zu können", so der Forstdirektor.

Der Forstwirtschaftsplan, der nun der Gemeinde und dem Förster vorliegen, gliedert sich in einen Kartenteil, eine waldbauliche Beschreibung mit abschließender Hiebsatzermittlung sowie einer bestandesweisen Zusammenfassung und Beplanung, dem sogenannten "Revierbuch" des Revierleiters, als wichtigstes Handwerkszeug für die jährlich zu erstellenden Maßnahmen und die Kostenplanung. Die Kosten für das Gutachten in Höhe von 3600 Euro werden je zur Hälfte vom Freistaat Bayern und dem Markt Wernberg-Köblitz getragen.

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