Wernberger feiern 45 Jahre Partnerschaft

Wernberg-Köblitz
21.09.2022 - 11:06 Uhr

Auch eine Freundschaft zwischen Gemeinden gehört gepflegt. Hält dieses Band schon 45 Jahre, ist das Grund zum Feiern. Die Partner aus Wernberg in Kärnten besuchten Wernberg-Köblitz und verbrachten ein Wochenende mit festlichem Programm.

Das Abendprogramm in der Eventscheune der Familie Fischer in Alletshof bei Wernberg-Köblitz am vergangenen Freitag war laut Wernbergs Bürgermeister Konrad Kiener ein "schwungvoller Auftakt in das Partnerschafts-Wochenende". Das Eis der ersten Begegnung nach langer Zeit war schnell gebrochen. Ganz im Zeichen der Partnerschaft der beiden Orte mit gleichem Namen, die nun seit 1977 freundschaftliche Beziehungen pflegen, sollte das Wochenende stehen.

Das gemeinsame Essen an diesem bayerisch-kärntnerischen Abend untermalte der Kirwaverein mit einem Auftritt seiner Kirwapaare. Die Tanzpaare zeigten ihre traditionell-bayerischen Tänze und lösten damit Begeisterung bei den Gästen aus Österreich rund um Bürgermeisterin Doris Liposchek aus. Begleitet wurde sie von ihren Stellvertretern Christian Mitterböck und Marlene Rogi, ihrem Vorgänger Franz Zwölbar und weiteren Mitgliedern des Gemeinderats aus Wernberg in Kärnten.

Eindrücke aus Wernberg-Köblitz

Außerdem fand die Siegerehrung eines im Vorfeld ausgerufenen und auf die Idee von Nicole Wiederer – tätig im Wernberg-Köblitzer Rathaus – zurückgehenden Fotowettbewerbs statt. Die Bürger der beiden Gemeinden wurden dazu angehalten, ihren Ort mit der Kamera einzufangen, Die Fotos, die das jeweilige Wernberg von ihren schönsten Seiten zeigen, wurden von der Jury, bestehend aus den anwesenden Bürgermeistern, prämiert. "Krönender Abschluss" des Auftaktabends war für Bürgermeister Kiener eine spontane Aktion der Wernberg-Köblitzer Kirwaburschen, bei der sie seine Kollegin aus Kärnten, Doris Liposchek, auf ihrer Holzplatte – normalerweise verwendet zum Schuhplatteln – durch den Festsaal trugen.

Am Samstag stand die gemeinsame Besichtigung des Wernbergs an der Naab auf dem Programm. Zunächst führte der Weg die Freunde aus Kärnten hinauf zu einem Wahrzeichen des Ortes: die Burg Wernberg mit dem Gedankengebäude. Anschließend ging es für die Gäste auf eine Rundfahrt durch Wernberg-Köblitz und die umliegenden Dörfer, um den Gesamteindruck des Partners aufzufrischen, ehe dann zum zentralen Festabend in den Landgasthof Burkhardt am Marktplatz eingeladen wurde.

Passende Puzzleteile

Begrüßen durfte Bürgermeister Konrad Kiener seinen Vorgänger und Ehrenbürger Georg Butz mit Gattin, die anwesenden Gründungsmitglieder Fritz Geitner und Josef Bauer, Zweite Bürgermeisterin Maria Schlögl, Dritten Bürgermeister Dieter Rosenberg und alle anwesenden Markträte. In seiner Festrede unterstrich Kiener die Wichtigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen aufzufrischen: "Der persönliche Kontakt, das unmittelbare Gespräch mit einem Gegenüber, ist immer noch der beste Weg, um die Freundschaft zu vertiefen." Zudem betonte er, dass Aufbau und Erhalt der Europäischen Union nicht nur Aufgabe der "großen Politik" seien: "Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden und ihren Bürgerinnen und Bürgern über die Staatsgrenzen hinweg sind das Fundament dieser europäischen Gemeinschaft." In Zukunft möchte Kiener die Partnerschaft von den Jüngsten der Gemeinde neu entdecken lassen und rief dazu auf, ein gemeinsames Malbuch zu gestalten – ein EU-gefördertes Kennenlern-Projekt.

"Herzliches Wochenende"

Anschließend übergab er das Partnerschaftsgeschenk an Bürgermeisterin Liposchek. Zwei gläserne Puzzleteile, die beide Orte repräsentieren und ineinanderpassen, symbolisieren die Wernberger Freundschaft. Der letzte Tag wurde mit dem gemeinsamen Gottesdienst in der St.-Anna-Kirche eingeläutet. Anschließend besuchten die Gäste die Brauerei "Wernberger Zoiglwerkstatt" und zum Abschluss zeigte die Feuerwehr Wernberg den Interessierten ihr Inventar. Dann hieß es Abschied nehmen von den Partnern aus Kärnten. "Es war ein schönes, freundschaftliches und herzliches Wochenende", resümierte Bürgermeisterin Doris Liposchek, bevor es dann 500 Kilometer zurück in ihre gleichnamige Heimat im Süden Österreichs ging.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
 
 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.