Wernberg-Köblitz
17.04.2026 - 19:13 Uhr

Wirtschaftsfrühstück in Wernberg: "Partner für den Landkreis" zu Gast bei Conrad

Die Steuerung des Materialflusses auf 20 Kilometern Laufband ist eine Herausforderung. Der Verein "Partner für den Landkreis" durfte einen Blick in das Logistik-Zentrum des Wernberger Elektronik-Unternehmens Conrad werfen.

Autonom fahrende Lastenträger haben im Elektronik-Unternehmen Conrad längst Einzug gehalten. Die Mitglieder des Vereins "Partner für den Landkreis Schwandorf" und Wernbergs Bürgermeister Konrad Kiener (rechts) machten sich ein Bild von den Betriebsabläufen. Bild: Hirsch
Autonom fahrende Lastenträger haben im Elektronik-Unternehmen Conrad längst Einzug gehalten. Die Mitglieder des Vereins "Partner für den Landkreis Schwandorf" und Wernbergs Bürgermeister Konrad Kiener (rechts) machten sich ein Bild von den Betriebsabläufen.

Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Vereins „Partner für den Landkreis“ zum Wirtschaftsfrühstück in einem Unternehmen des Landkreises. Am Donnerstag waren sie zu Gast im Logistikzentrum des Elektronik-Unternehmens Conrad in Wernberg-Köblitz. Die beiden Filialleiter Roland Riedlbauer und Christian Demleitner sowie Großkundenbetreuer Manuel Falk informierten die Besucher über die Neuausrichtung des Unternehmens, das neben dem Verkauf im Einzelhandel auch individuelle Lösungen für den Kunden anbietet. „Wir verstehen uns als Partner bei der Beschaffung technischer Geräte“, betonte Demleitner bei der Vorstellung der neuen Plattform „Procure Plus“.

Täglich über 30.000 Pakete

Das vor über 100 Jahren gegründete Unternehmen zählt 2300 Mitarbeiter, davon 800 am Standort Wernberg-Köblitz, erzielt mit weltweit 21 Millionen Kunden einen jährlichen Umsatz von einer Milliarde Euro und hat zehn Millionen Produkte im Angebot. 200.000 davon lagern in den Regalen der 100.000 Quadratmeter großen Hallen. Beim Rundgang konnten sich die Teilnehmer ein Bild machen von der logistischen Herausforderung beim Füllen und Verschicken von täglich über 30.000 Paketen.

„Wir müssen uns jeden Tag neu erfinden und die technische Entwicklung immer ein Jahr vorausdenken“, erklärte Mitarbeiter Jörg von Deventer beim Rundgang. Trotz Automation, Robotereinsatz und autonomem Fahren braucht es am Fließband noch den Mitarbeiter, der die Pakete füllt und die Abläufe überwacht. Bei der Auslieferung an die Kunden arbeitet Conrad mit sieben Transportdienstleistern zusammen.

„Es ist beeindruckend, welche Entwicklung die Firma Conrad genommen hat“, stellte der Vorsitzende des Vereins „Partner für den Landkreis Schwandorf“, Werner Heß, nach dem Rundgang fest. Sein Blick ging zurück ins Jahr 1923, als Max Conrad in Berlin ein Elektrogeschäft eröffnet hatte. 1946 schaffte Werner Conrad in Hirschau einen Neuanfang. Mit Klaus Conrad stieg das Unternehmen 1954 in den Versandhandel ein, den Sohn Werner seit 1993 kontinuierlich ausbaut. Heß bedankte sich für die Einblicke in die Betriebsabläufe mit einem Geschenk an die Mitarbeiter und lud die Teilnehmer zum gemeinsamen Frühstück ein.

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