Was will man mit der Königinnenzucht erreichen? Sanftmütige Bienen, gute Honigerträge und Widerstandskraft gegen Krankheiten. Diese Eigenschaften eines Bienenvolks werden maßgeblich durch die Königin bestimmt, sie muss alle positiven Merkmale auf sich vereinen. Daher ist die Königinnenzucht ein ausschlaggebendes Element in der Imkerei.
Rund 50 Imker lauschten der staatlichen Fachberaterin für Bienenzucht, Renate Feuchtmeyer, als sie beim Imkerverein Wernberg-Köblitz über die Aufzucht von Bienenköniginnen referierte. Sie gab den Teilnehmern laut einer Mitteilung des Vereins zahlreiche Tipps für eine erfolgreiche Zuchtarbeit. Ausführlich wurde die Auswahl der Zuchtvölker, die Varianten der Zucht, Zuchtstoffgewinnung, Zuchtsysteme, Zeichnen von Königinnen, Befüllen von Begattungskästchen und die Verwendung der begatten Königinnen beschrieben.
Die Paarung der Honigbienen findet nur im Flug statt. Bienenköniginnen und männliche Bienen fliegen weite Strecken und treffen sich auf sogenannten Drohnensammelplätzen. Um eine gezielte Paarung von Königinnen und ausgewählten Drohnen zu ermöglichen, werden Zuchtköniginnen zur Paarungszeit auf spezielle Belegstellen gebracht. Im Umkreis der Belegstellen wird versucht, nur Drohnen der gewünschten Zuchtrichtung zu haben.
Da der Imkerverein Wernberg-Köblitz eine der beiden staatlich geförderten Belegstellen in der Oberpfalz betreibt, verlegte man kurzerhand den praktischen Teil der Ausführungen an die Belegstelle „Am Kühweiher“. Unter Anderem hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die Zuchtvölker der Belegstelle zu begutachten, konnten sich beim Umlarven versuchen und übten sich im Umgang mit den Geräten zum Zeichnen von Königinnen. Die Belegstelle ist vom 16. Mai bis 14. Juli geöffnet. In diesem Zeitraum können Imker ihre Königinnen zur Begattung anliefern.













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