Rahmenbedingungen schädlich für das Ehrenamt

An der Sozialaktion „72 Stunden“ des BDKJ beteiligten sich auch die Mitglieder der katholischen Landjugend Wernersreuth. Die Jugendlichen hatten sich entschieden, während dieser Zeit das Maximilian-Kolbe-Haus zu verschönern.

Mitglieder der KLJB Wernersreuth bei ihrer 72-Stunden-Aktion mit MdL Tobias Gotthardt (auf dem Minibagger sitzend), Bürgermeister Klaus Meyer (rechts) und Barbara Schönauer von der katholischen Jugendstelle Tirschenreuth (Zweite von links)
von Autor ENZProfil

Dabei nahmen sie sich viel vor: Zunächst wurde das Gestrüpp rund um das Gelände ausgelichtet. Dann erneuerten sie den Zaun am Parkplatz und pflanzten Beerensträucher. Im Inneren widmeten sich einige von ihnen den Duschen, wo neue Zwischendecken eingezogen wurden. Man hatte sich auch vorgenommen, beim Schuppen das Dach zu erneuern. Andere Mitglieder wiederum standen in der Küche, um für das leibliche Wohl zu sorgen. Sie alle zeigten sich dankbar, dass auch Bewohner der Gemeinde sie unterstützten und zur Verpflegung beitrugen.

Prominenten Besuch bekam die Landjugend bei ihrer Aktion von Tobias Gotthardt, MdL (Freie Wähler), von Bürgermeister Klaus Meyer, von Barbara Schönauer, der kirchlichen Jugendreferentin der katholischen Jugendstelle Tirschenreuth sowie einem Vertreter des BJA-Diözesanverbandes. Während eines Rundgangs durch das Haus informierte sich Tobias Gotthardt ausführlich über die Aktion, aber auch über den Zustand des Hauses.

Bürgermeister Klaus Meyer nutzte dabei die Gelegenheit, um auf die hier anstehenden Probleme, vor allem auf die fehlenden finanziellen Mittel für größere Renovierungen aufmerksam zu machen. Alle – auch die Kirche – sollten Interesse daran haben, solche Häuser, die günstig sind, zu erhalten und dafür auch finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Es werde durch ehrenamtliche Arbeit schon sehr viel gemacht, aber dem seien auch Grenzen gesetzt. „Fehlentwicklungen dieser Art schaden dem Ehrenamt“, so Meyer.

Bei der Gelegenheit verwies er auch auf die hohen Auflagen des Denkmalschutzes, wo oft die Balance nicht mehr stimmt, da Gelder nicht zur Verfügung stehen. Hier sollte man doch mehr Kompromisse eingehen. Tobias Gotthardt versprach, sich diesbezüglich kundig zu machen und Möglichkeiten zu sondieren. Nach dem Rundgang legte er auch gleich selbst mit Hand an und versah zwei Balken für den Zaun mit Holzschutz.

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