24.11.2020 - 12:32 Uhr
Wernersreuth bei NeusorgOberpfalz

Totengedenken am neuen Kriegerdenkmal in Wernersreuth

Am neu errichteten Kriegerdenkmal beim Dorfgemeinschaftshaus in Wernersreuth wurde erstmals der Gefallenen und Vermissten des Neusorger Ortsteil gedacht. Im Bild: Alois Greger (von links), Bürgermeister Peter König und die Ehrenwache der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Riglasreuth.
von Autor ÖTProfil

Nachdem im Umfeld des Dorfgemeinschaftshauses im Neusorger Ortsteil Wernersreuth ein würdiger Platz für das Kriegerdenkmal gefunden war, bestand heuer die Möglichkeit, die Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Wernersreuth wieder aufleben zu lassen. Den liturgischen Teil der Feierstunde am Totensonntag gestaltete die Dorfgemeinschaft. Alois Greger, gleichzeitig auch Seniorenbeauftragter der Gemeinde Neusorg, ging in seinen Ausführungen auf die immer noch von Kriegswirren gekennzeichnete Weltpolitik ein. In den Fürbitten beteten die Teilnehmer für die gefallenen und vermissten Bürger beider Weltkriege. Einen Bogen von der derzeit herrschenden Corona-Pandemie zum "Virus der Macht" schlug Bürgermeister Peter König in seiner Ansprache. Dabei zitierte er Carlo Schmid, einen der Väter des Grundgesetzes, der sagte, die Krankheit der Welt könne nur geheilt werden, wenn der ansteckende Virus der Macht ausgerottet wird. Viren stellten im eigentlichen und im übertragenen Sinn eine Geisel der Menschheit dar, brachte das Gemeindeoberhaupt zum Ausdruck.

König schilderte auch die Gefühlslage vieler Soldaten in den Schützengräben, indem er aus einem Soldatenbrief an dessen Ehefrau zitierte. Zum Ende der Gedenkfeier bedankte sich Bürgermeister Peter König bei Alois Greger, den Fahnenabordnungen, der Ehrenwache der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Riglasreuth und der Dorfgemeinschaft Wernersreuth für die würdige Mitfeier.

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