22.05.2020 - 11:15 Uhr
WiesauOberpfalz

Angenehmer Kontrast

Auch das Seniorenheim Haus Steinwaldblick in Wiesau bekam tatkräftige Unterstützung durch die Aktion „Helfende Hände“ der Bundeswehr.

Oberfeldwebel Fabienne Roßner (links) und Hauptfeldwebel Patrick Hofmann (rechts) halfen bei den Arbeiten und Aufgaben im Haus Steinwaldblick. Zum Abschied pflanzten sie ein Kirschbäumchen.
von Externer BeitragProfil

Über mehrere Wochen hinweg schoben Oberfeldwebel Fabienne Roßner und ihr Kamerad Hauptfeldwebel Patrick Hofmann im April und Mai einen "Sondereinsatz" im Seniorenheim Haus Steinwaldblick in Wiesau. Zum Abschied überraschten sie Bewohner und Pflege-Team mit einer tollen Aktion und bewegenden Worten.

"Unterstützen in einem Seniorenheim ist wohl der größte Kontrast zum Beruf eines Soldaten. Aber wir wussten, wir können helfen. Unsere Aufgaben waren unter anderem, die Mahlzeiten, also Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen an die Bewohner zu verteilen. Bereits nach kurzer Zeit wussten wir genau, wer Milch oder wie viel Stückchen Zucker in seinem Kaffee möchte."

Tätigkeiten, die nicht mit unmittelbarem Bewohnerkontakt und pflegerischen Handlungen zu tun hatten, wie zum Beispiel das Beziehen von Betten und Desinfizieren der Oberflächen von Nachttischen, Türgriffen und Tagesräumen lag ebenso im Aufgabenbereich der Soldaten wie auch die Versorgung der Bewohner mit Getränken. "Die anfangs doch eher ungewohnten Tätigkeiten gingen uns jedoch nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über und somit leicht von der Hand", erklärt Fabienne Roßner.

Innige Bindung

Durch die vielen interessanten Gespräche mit den Bewohnern habe man schnell eine innige Bindung zu den Senioren aufgebaut und sie ins Herz geschlossen, so Fabienne Roßner und Patrick Hofmann. "Das Wissen darum, täglich etwas Gutes an den Senioren geleistet zu haben, Menschen zu unterstützen, die gerade in der Situation der Corona-Pandemie Hilfe brauchen, hat uns den Entschluss, etwas Bleibendes im Haus Steinwaldblick zu hinterlassen, sehr leicht gemacht." Die spürbare Dankbarkeit der Bewohner und Mitarbeiter "über unsere Anwesenheit und Mithilfe fühlte sich unglaublich gut an".

Um von diesem Gefühl etwas zurückzugeben, beschlossen Fabienne Roßner und Patrick Hofmann, ein Kirschbäumchen zu setzen. Der Baum soll ein Dankeschön dafür sein, "wie wohl wir uns gefühlt haben und wie herzlich wir von allen aufgenommen und einbezogen wurden". Fabienne Roßner: "Für Patrick und mich war es eine einzigartige und schöne Erfahrung, die wir jederzeit und gerne wiederholen würden."

Monika Forster vom sozialen Dienst im Haus Steinwaldblick erklärt: "Bewohner und Team wünschen Fabienne und Patrick alles erdenklich Gute auf ihrem weiteren Weg. Auch uns fiel der Abschied nicht leicht." Doch sei man sich sicher, dass mit dem Ende des "Sondereinsatzes Helfende Hände" der Kontakt zueinander nicht enden werde.

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