Wiesau
24.06.2019 - 11:18 Uhr

Erinnerungen an die "Amoradas"

Manfred Riedl veröffentlicht eine neue CD mit Tanzmusik der 70er Jahre

Manfred Riedl ist ein versierter Musiker, der Wiesauer Ex-"Amoradas"-Chef beherrscht mehrere Instrumente. Bild: exb
Manfred Riedl ist ein versierter Musiker, der Wiesauer Ex-"Amoradas"-Chef beherrscht mehrere Instrumente.

Nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ begab sich Manfred Riedl, der frühere Chef der Tanzkapelle „Amoradas“, aufgrund verschiedener Anfragen erneut in ein Marktredwitzer Tonstudio, um dort zu arbeiten. Das Ergebnis liegt jetzt vor.

Es ist die dritte, nun aber definitiv letzte CD, die Manfred Riedl, der immer noch zu den Instrumenten greift, zusammengestellt hat. Darauf zu hören ist Tanzmusik der 70er Jahre, wie sie die "Amoradas" seinerzeit spielten, informiert der Wiesauer mit Blick auf die damaligen Auftritte. „Amoradas“ war ein Begriff - Riedls Band legendär. Man kannte sie in allen Tanzlokalen des Stiftlands und weit darüber hinaus. Ihre Auftritte sind bis heute unvergessen.

Mit seiner inzwischen dritten CD erinnert das frühere Bandoberhaupt an die damals beliebte Formation und deren Lieder. Vor einigen Wochen hat er erneut 20 davon im Sound „seiner“ Tanzkapelle eingespielt und auf eine Scheibe pressen lassen. „Auch in der damaligen Zeit wurde nicht nur deutsch gesungen“, begründet er die in englischer Sprache und teilweise auf drei Gesangsspuren aufgenommenen Musikstücke. So entstanden unter anderem „Lucky lips“, „Sweet Caroline“ oder auch „Julia“ von Chris Rea. Die Liedbegleitung kommt wieder von Riedls Keyboard.

„Wenn ich durch diese Musik die Atmosphäre der damaligen Tanzabende einigermaßen wiederaufleben lassen kann, bin ich zufrieden“, beschreibt der Wiesauer Musiker seine Idee. Mane, wie ihn Freunde nennen, hat keinerlei Scheu, auch sogenannte Schnulzen aufzunehmen. Es seien daher auch “Hab ich dich verloren“ oder „Du hast mich heut' noch nicht geküsst“ auf der Produktion zu hören. Eingespielt hat der Musiker zudem eine Eigenkomposition. “Ich bin neugierig, ob man den Part erkennt und ob er gefällt.“ Mit von der Partie sind diesmal auch seine musikalischen Freunde von der Falkenberger Zoiglmusik, unter anderem mit dem bekannten „Hirtenlied“ von Slavko Avsenik.

Mane Riedl will auch an dieser CD keinen einzigen Euro verdienen. „Ich möchte nicht einmal die Kosten decken.“ Der Musiker aus Leidenschaft gibt die Produktion erneut kostenlos weiter. Sie liegt – in einer begrenzten Auflage - im Vorraum der Wiesauer Sparkasse an der Hauptstraße auf. Mit einem Augenzwinkern stellt er fest: “Wenn sie weg sind, sind sie weg“.

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