Wiesau
16.09.2024 - 15:02 Uhr
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Feuerwehren rücken wegen losem Fallrohr an der Pfarrkirche Sankt Michael in Wiesau an

Abgesehen von den widrigen Temperaturen und dem fortwährenden Regen ist die Region von den Folgen des derzeitigen Wetters bislang verschont geblieben. Am Sonntag jedoch mussten an der Kirche in Wiesau Feuerwehren anrücken.

"Lee", wie das derzeitige Sturmtief genannt wird und das in manchen Regionen große Schäden anrichtet, sorgte am Sonntagnachmittag für einen spektakulären Bergungseinsatz am Kirchplatz – genauer gesagt am Turm der Pfarrkirche Sankt Michael in Wiesau. Hierzu mussten die Feuerwehr aus Wiesau und deren Kameraden mit der Drehleiter aus Mitterteich anrücken, um ein meterlanges, lose gewordenes Fallrohr zu bergen.

Die Vorgeschichte: Einem aufmerksamen Beobachter war es am Sonntag kurz vor 15 Uhr zu verdanken, dass ein möglicher Personen- oder Sachschaden vermieden werden konnte. „Wenn das Teil heruntergeflogen wäre, hätte das schlimm ausgehen können“, berichtete am Sonntagnachmittag der Augenzeuge der Aktion, Karl Georg Haubelt aus Wiesau. „Heute früh, als ich zum Gottesdienst ging“, so erklärte er gegenüber Oberpfalz-Medien, „war noch nichts wackelig.“ Umso erstaunter war Haubelt, als er beim zufälligen Vorbeikommen am Nachmittag die Feuerwehren an der Kirche, wie er es formuliert, „fachmännisch im Einsatz“ sah. „Das hätte schlimm ausgehen können", merkte Haubelt an. Der Wiesauer bedauerte jedoch, dass er die Details, was die Aktion der Feuerwehren betrifft, nicht näher schildern könne.

Genaueres erfuhr Oberpfalz-Medien beim Kommandant der Feuerwehr Wiesau, Christian Blohmann, im Anschluss an die Dachrinnen-Bergung: „Wir wurden kurz vor 15 Uhr durch die integrierte Rettungsleitstelle Nordoberpfalz alarmiert“, erklärte Blohmann auf Anfrage. Wer den Schaden dort gemeldet habe, konnte er allerdings nicht mitteilen. Die Führungskraft der Wiesauer Wehr sprach daher nur allgemein von „einem aufmerksamen und besorgten Passanten“. Die Zahl der Einsatzkräfte, die laut Blohmann am Sonntagnachmittag rund eine dreiviertel Stunde vor Ort gearbeitet hatten, bezifferte der Kommandant auf zwölf Kameraden der Wiesauer Wehr und fünf aus Mitterteich. Weiter erklärte Blohmann, dass beim Eintreffen der Hilfskräfte eine Hälfte des zweiteiligen Fallrohres bereits heruntergefallen war, ohne jedoch großen Schaden anzurichten. Die beiden Teile habe man dann – so der Kommandant – "am Vorplatz der Pfarrkirche abgelegt".

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