26.11.2019 - 11:18 Uhr
WiesauOberpfalz

Vom Flugzeugabsturz bis zum Telefonieren

„Was gestern noch brandneu war, ist ein paar Jahre später schon vergessen“, heißt es im 27. Band von „Wir am Steinwald“. Und auch deshalb gibt es diese Buchreihe. Heimatkunde interessiert und macht neugierig.

Der 27. Band von „Wir am Steinwald“ wurde am Samstagabend in Wiesau vorgestellt. Bürgermeister Toni Dutz (rechts) gratulierte zum neuen heimatkundlichen Werk in gebundener Form.
von Werner RoblProfil

Alle Jahre, wenn der Advent naht, treffen sich die Gesellschaft "Steinwaldia" und ihre Autoren zu ihrer Buchvorstellung. Bei der Präsentation der 27. Ausgabe von "Wir am Steinwald" am Wochenende in Wiesau hatte man mit den "Kems" aus Kemnath zudem für gute Unterhaltung gesorgt. Heimatgeschichte, Kultur, Natur und Denkmalpflege in vielfältiger Form standen rund zwei Stunden lang im Mittelpunkt des Treffens der Gesellschaft "Steinwaldia", die dazu eingeladen hatte. Bereits vor vielen Wochen wurde bekannt, dass der 27. Band in Wiesau im "Bayerischen Hof" an den Start gehen sollte. Für Historiker Adalbert Busl, der auch einen Artikel beisteuerte, wurde der Abend somit zu einem Heimspiel.

Lob und Dank

Zugesagt hatte auch Landrat Wolfgang Lippert, der sich in seinem Grußwort anerkennend über die Arbeit der "Steinwaldia" äußerte. In den noch druckfrischen Seiten blätterte auch der stellvertretende Landrat und Mitterteicher Bürgermeister Roland Grillmeier, der der "Steinwaldia" - so Vorsitzender Norbert Reger - vor einigen Monaten einen "großen Dienst" leistete. Dafür zeigte sich der Arnoldsreuther noch einmal dankbar. "Alle Jahre hatten wir Glück mit dem Wetter, diesmal leider nicht", erinnerte Reger an das Weißenstein-Open-Air mit Willy Astor und seinen Freunden, das aufgrund der schlechten Witterung in die Mehrzweckhalle nach Mitterteich umziehen musste.

Dass man sich Wiesau für die Buchvorstellung ausgesucht hatte, freute besonders Bürgermeister Toni Dutz, der der Einladung - neben vielen anderen Interessierten - gerne gefolgt war. Bereits bei den Autorenvorgesprächen im Frühjahr in der Glasschleif wurden die Eckdaten für Band 27 und einige Beiträge festgelegt. Es galt, die Leser auf eine geschichtliche Reise mitzunehmen, auf der es viel zu entdecken gibt. Die Artikel wurden nun in Auszügen vorgestellt. Von einem Flugzeugabsturz erzählt zum Beispiel Harald Primitz. Hans Spörrer erklärt im aktuellen Band, wie man früher telefonierte. "Im Wald war alles streng geregelt" - ein Beitrag, den Norbert Reger beisteuerte.

Mit Rätsel

Dr. Andreas Peterek stellte das "Bayerhof-Maar" im Steinwald vor. Erzählt wird auch von der "Raath" und vom Leben eines "Höitboum". In den Mittelpunkt rücken zudem Riglasreuth und das Waldhaus im Steinwald. Auch im aktuellen Band muss wieder eine schwere Nuss geknackt werden. Auf Seite 154 nämlich findet man ein rätselhaftes Bild. "Für die richtige Lösung gibt es eine kleine Belohnung", ermunterte Norbert Reger mitzuraten. Die Lösungen können per E-Mail an steinwaldia[at]web[dot]de eingereicht werden.

"Begonnen haben inzwischen auch die Arbeiten am Heiligen Grab", berichtete Reger zu den Erläuterungen von Joseph Hörl. Über all das und noch mehr informierte der "Steinwaldia"-Vorsitzende, der unterstützt von Markus Reger durch den Abend führte, um die Beiträge und ihre Verfasser vorzustellen. Markus Reger las Gedichte des verstorbenen Heimatdichters Theo Schaumberger.

"Nach Weihnachten erwartet uns die Rauhnacht", bat Vorsitzender Norbert Reger am Abend des 29. Dezember zur Glasschleif. Einen adventlichen Abend mit Musik versprach er schon am 13. Dezember ab 19.30 Uhr am "Kulturbuan". "Das Christkind kommt in der Glasschleif zur Welt", erinnerte Norbert Reger an die nächste Buchvorstellung in der Schleif: "Die Krippe am Schützweiher" von Werner Robl, der das Ende seiner Geschichte zwischen Pullenreuth und Arnoldsreuth ansiedelte.

Hintergrund:

Heimatbuch mit 220 Seiten

"Wir am Steinwald" (27. Auflage) ist zum Preis von 12,90 Euro ab sofort in den Buchhandlungen in der Region und den Mitgliedsgemeinden der Steinwald-Allianz erhältlich. Das mehr als 220 Seiten umfassende Heimatbuch aus dem Pressather Eckhard-Bodner-Verlag ist zudem in vielen Geschäften, Banken und bei der Gesellschaft "Steinwaldia" unter www.steinwaldia.de erhältlich. Daran mitgearbeitet haben: Harald Fähnrich, Harald Primitz, Adalbert Busl, Norbert Reger, Irmi Erhardt, Werner Käß, Hans Grünwald, Johann Spörrer, Robert Schön, Michael Neubauer, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, Dr. Andreas Peterek, in Zusammenarbeit mit Dr. Johann Rohrmüller, Claudia Lippert, Jochen Neumann, Erich Schraml, Rudolf Arndt und Joseph Hörl. Die Korrekturarbeiten erledigte Peter Wildgans, die Fotos steuerte Helmut Greger bei. (wro)

Bereits bei der Vorstellung konnte das neue Buch erworben werden.
Den Abend im „Bayerischen Hof“ umrahmten die „Kems“ aus Kemnath musikalisch.
Markus Reger las aus einem Buch, das Theo Schaumberger vor vielen Jahren herausgegeben hatte.
Einen Beitrag steuerte auch Vorsitzender Norbert Reger bei, der das neue Buch mitgestaltete.

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