Wiesau
22.03.2019 - 12:36 Uhr

Garteln macht glücklich

Beim Obst- und Gartenbauverein stehen alle Signale auf Grün. Und das nicht nur wegen des Frühlings.

Die Urkunde für ihren Mann Wolfgang nahm Elfriede Stock (Dritte von links) entgegen. Geehrt wurden auch Elisabeth König (Dritte von rechts) und Richard Kellner (Zweiter von rechts). Bürgermeister Toni Dutz und Vorsitzender Josef Konz (von links) gratulierten. Fachberaterin Manuela Pappenberger (rechts) hatte ein Referat vorbereitet. Bild: wro
Die Urkunde für ihren Mann Wolfgang nahm Elfriede Stock (Dritte von links) entgegen. Geehrt wurden auch Elisabeth König (Dritte von rechts) und Richard Kellner (Zweiter von rechts). Bürgermeister Toni Dutz und Vorsitzender Josef Konz (von links) gratulierten. Fachberaterin Manuela Pappenberger (rechts) hatte ein Referat vorbereitet.

In der Jahreshauptversammlung standen blühende Gastgeschenke bereit. Die bunten Primeln habe man als Anerkennung fürs Zuhören eingekauft. „Jeder darf sich bedienen“, meinte Vorsitzender Josef Konz vor seinem Rückblick auf das zurückliegende Vereins- und Gartenjahr. Vieles habe man gemeinsam erlebt, so der Gütterner Landwirt, der seit einigen Jahren die Fäden beim rund 203 Mitglieder starken Obst- und Gartenbauverein zieht. „Gemeinsam besuchten wir die Landesgartenschau in Würzburg“, erinnerte er an die Fahrt an den Main, ebenso an die Wanderung nach Friedenfels.

Revue passieren ließ er auch die weiteren gemeinsamen Aktionen, deren Mittelpunkt meist das Vereinshaus „Hirthäusl“ in der Tirschnitzer Dorfmitte war. Alljährlicher Höhepunkt ist das in der Region wohl einzigartige Hollerküchlbacken, das stets viele Besucher anlockt. Im schönen Biergarten findet alle Jahre auch das gut besuchte Sommerfest statt. Groß war die Saftausbeute beim Obstpressen: 6580 Liter. Vorsitzender Konz zeigte sich von der Menge mehr als beeindruckt.

„Die Aktion kommt gut an“, beleuchtete der Sprecher den regelmäßigen Termin in den Kindergärten, bei dem den Buben und Mädchen Blumenerde und Samen zum Gärtnern zur Verfügung gestellt wird. Zudem habe man auch Obstbäume gepflanzt, fasste Konz zusammen und fügte hinzu, dass man wieder den Blumenschmuck-Wettbewerb unterstützen werde. Er ließ dabei aber anklingen, dass man es sehr bedauere, dass die Verschönerungsaktion mehr und mehr rückläufig sei, was die Teilnehmerzahl betrifft. „Wir müssen nach Lösungen suchen.“

Von einer geplanten Wettbewerbsreform zeigte sich auch Bürgermeister Toni Dutz erfreut. Ziel der Blumenschmuck-Aktion sei es doch, den Ort schöner zu machen. „Ich möchte daran festhalten.“ Dutz empfahl: „Bleiben wir im Gespräch.“ Themen in Wiesau gebe es zuhauf, fügte er an anderer Stelle hinzu, verwies auf die Debatte um eine geplante Photovoltaikanlage und die anstehende Dorferneuerung in Triebendorf. „Dort wartet noch viel Arbeit.“ Einstimmig genehmigt wurde eine Satzungsänderung, unter anderem hinsichtlich einer Aufwandsentschädigung für den Vorsitzenden. „Am Jahresprogramm werden wir wenig ändern“, versprach Konz an den beliebten Terminen festzuhalten, die noch rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag, den Kreisfachberaterin Manuela Pappenberger vorbereitet hatte. Ihr Thema lautete: „Winterharte Stauden – bunte Vielfalt statt Steinwüsten“. „Viele wollen einen pflegeleichten Garten mit Steinen“, beklagte die Referentin die moderne, aber leider oft eintönige Gartendekoration. Pappenberger bedauerte, dass Gräser und Buchsbäume bei der Insektenwelt nur wenig Anklang fänden. Begleitet von Bildern gab die Fachreferentin nützliche Tipps, wie man es anders machen könne. Sie bat: „Weg mit den Kiesgärten.“ Es seien doch die bunten Blumen und die unterschiedlich hohen Stauden, die den Wohlfühlcharakter einer Gartenlandschaft prägen. „Da fällt auch der eine oder andere Löwenzahn nicht auf.“

Hintergrund:

Dank an treue Mitglieder

Zur Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins gehören regelmäßig auch Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder. Für 40 Jahre Treue wurde Richard Kellner ausgezeichnet. 25 Jahre Mitglied sind: Gisela Holzester, Birgit Lindner, Stefan Kraus, Ulrich Langer, Rainer Kaiser, Martin Wohlrab, Wolfgang Stock und Karl Wührl. Eine Urkunde für 15 Jahre bekamen: Christine Schraml, Bernhard Oppl, Peter Lindner, Bettina Engelmann und Elisabeth König. (wro)

Blumen erhielt Referentin Manuela Pappenberger. Vorsitzender Josef Konz dankte herzlich. Bild: wro
Blumen erhielt Referentin Manuela Pappenberger. Vorsitzender Josef Konz dankte herzlich.
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