12.02.2019 - 10:32 Uhr
WiesauOberpfalz

Gute Zeugnisse und neue Holzkreuze

Das Berufliche Schulzentrum ist stolz auf seine Absolventen. Ein deutlich positives Fazit zieht der Schulleiter bei der „kleinen“ Abschlussfeier. In den Mittelpunkt rücken auch handgefertigte Holzkreuze, die die Schule zieren werden.

Die erfolgreichsten Absolventen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Es gratulierten: Studiendirektor Hans Gebhard, Pfarrer Maximilian Roeb, Studiendirektor Wolfgang Hecht, stellvertretender Landrat Alfred Scheidler, Schulleiter Wolfgang Eckstein und Zweiter Bürgermeister Fritz Holm (hintere Reihe von rechts).
von Werner RoblProfil

„Gott sei Dank hat Wiesau einen Bahnhof. Wann standen Sie zum letzten Mal am Bahnsteig?“, verwies Pfarrer Maximilian Roeb in seiner Abschlussfeier-Morgenandacht auf das Ankommen und Wegfahren. „Sie stehen vor gepackten Koffern, in denen Ihr gesammeltes Wissen steckt“, merkte der katholische Geistliche in der Schulaula an. „Den Fahrplan für Ihre Reise aber gestalten Sie selber“, mahnte der Seelsorger, der danach auch die Buchenholzkreuze segnete, die die Holz- und Metallklassen des Beruflichen Schulzentrums Wiesau gemeinsam gefertigt hatten. Für das große, das eine Metalleinlage ziert, werde man im Eingangsbereich einen schönen Platz suchen. „Die kleinen Vertreter schmücken die Klassenzimmer“, versprach Studiendirektor Wolfgang Hecht. Der stellvertretende Schulleiter führte auch durch den festlichen Vormittag.

Im Lehrerkreis wird die Abschlussfeier, die regelmäßig zu Jahresbeginn stattfindet, nur die „kleine“ genannt. Verabschiedet werden dort die Auszubildenden mit einer dreieinhalb- beziehungsweise zweieinhalbjährigen Ausbildungsdauer. Den gebräuchlichen Ausdruck "kleine" dürfe man aber keineswegs wörtlich nehmen, betonte Studiendirektor Wolfgang Hecht. „Immerhin entlassen wir heute 132 Schülerinnen und Schüler, von denen einige auch das Angebot ,Berufsschule plus‘ nutzten, um dort das Abitur zu machen." Hecht sprach in seiner Rede von „Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung“, die am Beruflichen Schulzentrum eine Symbiose eingingen.

„Schon seit langem bieten wir das duale System an.“ Zum ersten Mal habe man in Wiesau, im Rahmen von „Oberpfalz dual“ sogar eine eigene Schulklasse bilden können. „Der Weg in die Zukunft wird erfreulicherweise gut angenommen“, fasste Hecht mit Blick auf die steigenden Schülerzahlen zusammen. „Wiesau wird nicht zu Unrecht auch Hochschulstandort genannt“, zitierte er zudem Bürgermeister Toni Dutz, der seit langem eine Ergänzung im Ortsschild fordert. „Die Ehrungen sprechen für sich“, schickte Hecht dem weiteren Programmablauf voraus und fasste zusammen: „Den Erfolg sieht man immer bei den Abschlussfeiern.“

„Sie sind heute die Hauptpersonen“, richtete Schulleiter Wolfgang Eckstein das Wort an die Absolventen, die ihre Eltern, Freunde und Ausbilder mitgebracht hatten. Mit Blick auf die Zeugnisse, die anschließend verteilt wurden, bekannte der Oberstudiendirektor: „Wir sind stolz auf das schulische Ergebnis. Der Wohlstand in unserem Land ist auch dem Schulsystem zu verdanken." Dieser wiederum basiere auf den beruflichen Fertigkeiten, die in den Ausbildungsbetrieben, zudem aber auch in den Klassen in Wiesau erworben werden. „Die Leistungskurve, die wir regelmäßig vorgelegt bekommen, erfüllt uns mit Freude“, ergänzte der Pädagoge mit Blick auf die Zahlen.

„Bei der Ausstattung und Ausrichtung unserer beruflichen Schulen ist es unser Ziel, mit den Entwicklungen in Gesellschaft und Berufswelt Schritt zu halten.“ Mit diesen Worten übergab der Mitarbeiter der Schulleitung, Wolfgang Hecht, das Wort an Alfred Scheidler, der im Namen des Sachaufwandsträgers die Grüße des Landkreises überbrachte. „Sie brauchen sich keine Sorgen machen, wenn Sie in Ihre berufliche Zukunft blicken“, stellte Scheidler fest. „Das war nicht immer so.“ Mit Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation erinnerte der stellvertretende Landrat: „Heute warten die Arbeitgeber auf Ihre Unterstützung. Sie sind zu einer Fachkraft herangereift. Aber ruhen Sie sich nicht aus.“ Scheidler empfahl, das Fortbildungsangebot in Anspruch zu nehmen. „Die Technik schreitet voran.“ Das Abschlusszeugnis nannte er einen „beruflichen Meilenstein“. Er mahnte: „Machen Sie das Beste daraus". Mit Blick auf das BSZ Wiesau ergänzte er: „Die Qualität des Schulzentrums erfüllt einen mit Stolz.“

Zweiter Bürgermeister Fritz Holm schloss sich den Worten seines Vorredners an. „Nun gilt es, das Erlernte im Beruf und in der Praxis erfolgreich umzusetzen. Unsere Berufsschule bot Ihnen die besten Voraussetzungen.“ Holm versprach: „Der Markt Wiesau und unser Bürgermeister werden sich auch weiterhin für die Belange der Schule einsetzen.“

Hintergrund:

Preise für die Besten

Den Landkreispreis erhielten Franziska Hermer (Köchin in Hotel und Restaurant Seenario in Tirschenreuth) und Dominik Krieglsteiner (Metallbauer Konstruktionstechnik bei FAS Förderanlagen Systeme GmbH in Parkstein). Mit dem Preis des Berufsschulbeirates wurden folgende Absolventen ausgezeichnet: Patrick Abramowski (Kfz-Mechatroniker bei Meisterwerkstatt Biersack, Prebitz), Tobias Deubzer (Konstruktionsmechaniker bei W. Markgraf GmbH & Co. KG, Immenreuth), Anna Gorokhovskaya (Hotelfachfrau im Hotel Wiesend, Kulmain), Michael Heitzer (Fachinformatiker Anwendungsentwicklung bei TGW Software Services GmbH, Teunz), Dominik Schnurrer (Kaufmann für Büromanagement, Birke Elektroanlagen GmbH, Wunsiedel), Marcel Schultes (Werkzeugmechaniker bei Wiesauplast, Wiesau), Korbinian Schwab (Metallbauer Konstruktionstechnik bei Naber & Steiner, Neustadt an der Waldnaab), Simon Schwitz (Fachinformatiker Anwendungsentwicklung bei Gebhardt Logistic Solutions GmbH, Cham), Kathrin Walter (Kauffrau im Einzelhandel bei Norma, Tirschenreuth) und André Weigelt (Werkzeugmechaniker bei Wiesauplast, Wiesau). (wro)

Aktuell und Wissenswert

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